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Sa, 04.02.2012
pte20100121002 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Google-News-Leser meiden Originalquellen
Nur die Hälfte der User verfolgt Nachrichten bei Urhebern
Burlingame/Berlin (pte002/21.01.2010/06:05) - Der Streit zwischen dem Internetgiganten Google und deutschen Verlegern um die Nachrichtensuchmaschine Google News ist in den vergangenen Tagen eskaliert. Nun liefern die Marktforscher von Outsell http://www.outsellinc.com den Verlagen neue Munition. Ihnen zufolge begnügt sich beinahe die Hälfte der Google-News-Leser mit den Schlagzeilen und Kurzfassungen von Nachrichten bei Google, statt den Links zu den vollständigen Artikeln auf Seiten der eigentlichen Quellen zu folgen. 44 Prozent der User meiden offenbar die Urheber. "Es ist Interpretationssache, ob das Glas halb voll oder halb leer ist", entgegnet Google-Sprecher Kay Oberbeck auf Nachfrage von pressetext. Grundsätzlich generiere Google weltweit enormen Traffic für die Verleger. Monatlich verzeichnet der Konzern rund vier Mrd. Klicks auf Verlagsangebote, davon eine Mrd. von Google News. Eine Indexierung durch die Suchmaschinen könnten die Betreiber von Webseiten zudem jederzeit verhindern, wenn sie bei einer Suche nicht gefunden werden wollen, so Oberbeck gegenüber pressetext. Kartellbeschwerde gegen Google Die Bundesverbände der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger BDZV und VDZ haben erst vor wenigen Tagen eine Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Google eingereicht. Grund dafür war mitunter die Debatte um die Verwendung von Artikel-Kurzfassungen bei Google News, wofür die Verlage Entschädigung verlangen. Dabei handle es sich um kreative Eigenleistungen der Urheber, die Google für sein Angebot nutze. Der Konzern weist den Vorwurf mit der Begründung zurück, dass sein News-Angebot Besucher auf die Websites der Verleger bringe, womit auch sie von dem Dienst profitierten. Zwar sind sich die Verlegerverbände über den Nutzen und die Vorteile von Google News bewusst, wie sie betonen. Schließlich besteht angesichts der Vormachtstellung von Google im Internet mittlerweile eine gegenseitige Abhängigkeit. Outsell zufolge ist der Nutzen des Dienstes für die Medien jedoch wesentlich geringer als angenommen. Zwar locke das Angebot Besucher auf die Websites der Quellen. Gleichzeitig behalte es ihnen jedoch einen wesentlichen Anteil an Traffic und somit Werbeeinnahmen vor. (Ende)
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