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pte20100118001 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht
China: Angst vor Google-Rückzug
Zukünftige Elite fürchtet Verlust von Internetdiensten
Peking (pte001/18.01.2010/06:00) - Nachdem Google selbst Spekulationen über einen möglichen Rückzug des Unternehmens aus China ausgelöst hatte (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100113024/), drücken nun Bürger ihre Sorge über die Konsequenzen dieses Szenarios aus. Vor allem Studenten und andere besser gebildete Menschen fürchten den Verlust vieler Internetdienste, von Navigationshilfen bis zu Online-Bibliotheken, berichtet die New York Times. Für die zukünftige Elite des Landes würde das schwerwiegende Nachteile mit sich bringen. China versucht seit längerem den Balanceakt zwischen den wirtschaftlichen Vorzügen des Internets und politischer Kontrolle durch Zensur zu schaffen. Durch die Diskussion um einen Rückzug von Google zeigt sich nun, wie schnell dieses Gleichgewicht kippen könnte. So scheint auch die Regierung nicht auf mögliche drastische Maßnahmen von Technologie-Unternehmen vorbereitet gewesen zu sein, vermuten Analysten. Betroffen wären im Ernstfall vor allem junge Chinesen, so Hu Yong, Professor für Journalismus an der Peking Universität http://en.pku.edu.cn . "Es geht hier um die Zukunft und die Frage, ob die Regierung mit ihrer Internetpolitik gegen die Zukunft ankämpfen möchte." Google-User vorwiegend besser Gebildete Sollte die Entwicklung weiter in diese Richtung gehen, würden immer mehr Menschen realisieren, dass ihre Freiheiten beschnitten werden, was zu zusätzlichem Druck auf die Regierung führen würde, so Hu Yong. Google liegt in China hinter der Suchmaschine Baidu zwar nur auf dem zweiten Platz, die geschätzten 80 Mio. Google-User seien aber tendenziell besser gebildet und wohlhabender. Diese Gruppe von Menschen könnte durch einen Rückzug von Google gegen die Regierung mobilisiert werden. (Ende)
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