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Sa, 11.02.2012
pte20100115003 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Zeitschriften verlieren 2009 ein Viertel der Werbeseiten
US-Magazine müssen stärkeres Minus als im Krisenjahr 2001 verkraften
New York/Berlin (pte003/15.01.2010/06:05) - US-Zeitschriften haben im abgelaufenen Jahr 2009 im Schnitt rund ein Viertel ihrer Anzeigenseiten eingebüßt. Insgesamt wurden 58.340 Werbeseiten weniger verkauft als im Jahr davor, so die aktuellen Zahlen des Publishers Information Bureau http://www.magazine.org . Damit müssen die Verlage den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen verkraften. Die Zahlen fielen sogar schlechter aus als im Krisenjahr 2001. Damals war ein Minus von 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In absoluten Zahlen wurden von den US-Magazinen 2009 nur 170.000 Anzeigenseiten abgedruckt, während es 2001 noch 238.000 waren. Schwieriges Jahr auch in Deutschland "So dramatisch wie in den USA ist die Situation in Deutschland nicht, aber auch die deutschen Zeitschriften haben die Rezession natürlich deutlich zu spüren bekommen", sagt Holger Busch, Geschäftsführer Marketing Anzeigen im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) http://www.vdz.de , im Gespräch mit pressetext. Wesentlicher Unterschied zu den USA sei, dass die Reichweiten weiterhin stabil seien. "Was fehlt, sind die Anzeigen", so Busch. "Die Zeitschriftenverlage blicken auf ein insgesamt sehr schwieriges Anzeigenjahr zurück, das deutliche Spuren von Kürzungen bei den Werbeausgaben vieler Unternehmen aufweist", heißt es vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Das Volumen habe sich gegenüber 2008 um 16,4 Prozent reduziert. "In das neue Jahr blicken die Verlage nach wie vor vorsichtig zurückhaltend." Es sei nicht von einer schnellen Erholung des Werbemarktes in Deutschland auszugehen. "Nach wie vor stehen die Etats unter erheblichem Kostendruck", sagt Busch. Kaum Gewinner in 2009 Wie unter anderem die Ergebnisse aus den USA zeigen, hat es 2009 kaum Gewinner gegeben. Jene, die ihrer Anzeigenseiten halbwegs stabil halten konnten, waren zum überwiegenden Teil Massenblätter mit rezessionskompatiblen Inhalten und Werbung, berichtet die New York Times. Der Meredith-Verlag verlor insgesamt nur 450 Anzeigenseiten gegenüber 2008. Mit Titeln wie Better Homes and Gardens oder Family Circle konnte Meredith gar hinzugewinnen. In Deutschland veröffentlichte der Stern die meisten Anzeigenseiten im vergangenen Jahr (2.664). Dahinter folgten der Spiegel mit 2.408 Anzeigenseiten, Focus mit 2.297 und Gala mit 2.174 Steigerungen gelangen Titeln wie Bella, TV Klar, Das Neue oder Frau im Spiegel. (Ende)
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