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Sa, 04.02.2012
pte20100105001 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Schüler machen auf Lebensmittelfälschungen aufmerksam
Forschungsprojekt "DNA in der Stadt" liefert neue wissenschaftliche Erkenntnisse
New York (pte001/05.01.2010/06:00) - Zwei New Yorker Highschool-Studenten haben die moderne DNA-Analysetechnik dazu verwendet, ihre nähere Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei haben sie sowohl Lebensmittelfälschungen aufgedeckt als auch neue Spezies in Wohnhäusern entdeckt. Geleitet wurde das Forschungsprojekt von einem Professor der Rockefeller University http://www.rockefeller.edu , berichtet das Wissenschaftsmagazin BioScience. Falsch etikettierte und gekennzeichnete Lebensmittel konnten die Studenten Brenda Tan und Matt Cost von der Trinity School in Manhattan http://www.trinityschoolnyc.org mit Hilfe der modernen Analysemethoden ausmachen. Teurer Schafskäse enthielt DNA von Kuhmilch, Fischrogen des Mississippi-Löffelstörs wurde als Störkaviar verkauft und der Karibische Red-Snapper entpuppte sich als südostasiatischer Fischverwandter. Konsumenten müssen aufpassen "Die Schüler haben wirklich überraschende Ergebnisse geliefert", meint der betreuende Professor Mark Stoeckle im pressetext-Interview. Bereits im Vorjahr habe eine ähnliche Untersuchung von Sushi-Läden in New York für Aufregung gesorgt. "Schüler der gleichen Schule haben entdeckt, dass ein Viertel der angepriesenen Fische nicht den Angaben auf der Speisekarte entsprach", so der Forscher. "Konsumenten sollten eigentlich das bekommen, wofür sie zahlen", meint Cost gegenüber pressetext. "In den meisten Fällen wurden minderwertigere oder billigere Nahrungsmittel als hochwertige verkauft." Zudem sei es für Menschen, die aufgrund von Nahrungsunverträglichkeiten oder aus religiösen Gründen gewisse Produkte nicht konsumieren, ärgerlich. Neue unbekannte Schädlinge entdeckt "Wir glauben, dass wir in einer sterilen, urbanen Umgebung leben. Das konnten wir mit unseren Untersuchungen deutlich widerlegen", erklärt Tan. DNA-Spuren konnten die Schüler sogar noch im Staubwischer aus Federn finden ebenso wie in Trockensuppen und im Hundefutter. "Die Studenten haben sich in dieser Studie ausschließlich auf tierische DNA spezialisiert", so Stoeckle. Drei neue bisher unbekannte Arten haben die Jungforscher in Wohnungen und in Hausgärten in New York gefunden. "Ein seltsam aussehender Hundertfüssler wurde als europäischer Eindringling entlarvt", so Cost. "Eine Schmeißfliege, die wir in einem Grapefruit-Karton gefunden haben, stammt aus dem Orient und ist nun in den USA heimisch", erzählt Tan. Fortführung der Untersuchung Interessante Ergebnisse brachte auch die DNA-Analyse einer Amerikanischen Küchenschabe. "Die Tiere sahen genauso aus wie die bekannte Spezies. Die DNA unterschied sich allerdings um vier Prozent", so Tan. "Forscher gehen bei solchen Abweichungen von einer neuen Art oder zumindest von einer neuen Unterart aus." Insgesamt haben die Schüler 217 Proben an das American Museum of Natural History zur Analyse geschickt. "Nach einer Woche kamen die Daten dann ausgewertet zurück. Ein Labor könnte das mittlerweile in 24 Stunden", so Stoeckle. In Zukunft will Stoeckle das Schulprojekt fortführen. "Interessant wäre auch eine DNA-Analyse von Pflanzen, die als Nahrungsmittel dienen", meint der Forscher abschließend. Mehr zum "DNA-House Projekt"unter http://phe.rockefeller.edu/barcode/dnahouse.html (Ende)
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