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pte20091209003 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
3D-Technik optimiert OP bei Kieferimplantaten
Minimaler Eingriff und weniger Komplikationen durch Computersimulation
Dank 3D-Planung kann der Patient mitentscheiden, wie das Implantat aussehen wird (Foto: Elmar Frank)
Dank 3D-Planung kann der Patient mitentscheiden, wie das Implantat aussehen wird (Foto: Elmar Frank)

Mannheim (pte003/09.12.2009/06:10) - Der Verlauf von Operationen für Kieferimplantate kann durch den Einsatz dreidimensionaler Diagnostik exakt vorausgesagt werden. Das wurde auf einem Symposium der Deutschen Gesellschaft für Implantologie http://www.dgi-ev.de in Mannheim deutlich, bei dem aktuelle Fortschritte der Implantologie präsentiert wurden. "Möglich wurde das durch die Verbesserung der Bildqualität der digitalen Volumentomografie (DVT), die eine praxistaugliche Mini-Version der Computertomografie (CT) darstellt", erklärt der Besigheimer Zahnarzt Elmar Frank http://www.drfrank.de im pressetext-Interview.

Für jedes Implantat im Zahn-Mund-Kieferbereich braucht der Zahnarzt eine dreidimensionale Vorstellung der OP-Region, egal ob mit oder ohne 3D-Bildgebung. "Ohne 3D-Aufnahme muss er sich anderweitig behelfen und etwa das Zahnfleisch in der Implantationsregion großzügiger wegklappen. Erst so sieht er Knochenverlauf, eventuelle Einziehungen, Gefahrenstellen und anatomische Variationen während der Operation und kann sich danach richten", so Frank.

Kiefer schon vor der OP genau kennen

Durch die 3D-Simulation des Endergebnisses - wie etwa der fertigen Brücke - bekommt der Zahnarzt schon vor dem Eingriff ein mentales Bild, wie die Operation verlaufen wird. So kann er beurteilen, wo und wie Verankerungen und Stützen eines Implantats am besten einzusetzen sind. "Er kann dadurch den Patienten vor der OP aufklären, ob und wie viel Hart- und Weichgewebe am künftigen Implantatlager fehlt und aufgebaut werden sollte, falls nötig", so Frank. Der Patient profitiere durch weniger unvorhersehbare Komplikationen und Risiken sowie durch kürzere Eingriffe. "Da kleinere Wunden nötig sind, minimieren sich auch Vernarbungen und postoperative Beschwerden."

Die Technik vergleicht der Zahnmediziner mit modernen CAD-Programmen zur Innenraumausstattung. "Ähnlich wie bei einer Küchenplanung, hat der Zahnarzt eine dreidimensionale Aufnahme des Patientenkiefers zur Verfügung, die vom DVT-Gerät erstellt wurde. Per Computermaus visualisiert er am Bildschirm virtuelle Implantate, Implantataufbauten, den künstlichen Zahnersatz oder Knochenaufbauten und kann diese so verändern, bis die Planung den Wünschen des Patienten sowie fachlichen Vorgaben entspricht." Mit einer Schablone werden die Bildschirminformationen präzise und minimal invasiv in den Patientenkiefer übertragen.

Sicherheit und Kosten entscheiden

Wenngleich man durch eine vorhergehende DVT-Aufnahme annehmen könne, stets auf der "sicheren Seite" zu sein und Komplikationen möglichst zuvorzukommen, sprechen auch Argumente gegen deren routinemäßigen Einsatz. "Im Grunde genommen sind es die höheren Kosten, die eine 3D- gegenüber einer 2D-Untersuchung verursacht", so Frank. Die Strahlenexposition moderner CT- bzw. DVT-Geräte ist bei entsprechender Einstellung sehr gering, so dass sie keinen limitierenden Faktor mehr darstellt.

"Ionisierende Strahlung darf man ohnehin, wie in allen Bereichen, bloß so wenig wie möglich und so viel wie nötig einsetzen", so Frank. Allerdings stehe das erhöhte Risiko der Behandlung bei Verzicht auf Röntgendiagnostik in keinem Verhältnis zum theoretischen Risiko, durch die Röntgenaufnahme Schaden zu erleiden. "Bei jeglicher dentaler 3D-Diagnostik ist die Dosis absolut gesehen gering und übersteigt nicht jene im Flugzeug", so der Implantologe.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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