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Do, 17.05.2012
pts20091124022 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr
Deutsche Automobilzulieferer im internationalen Vergleich noch ganz vorn
Neue Konkurrenz aus Fernost
Düsseldorf/Bergisch Gladbach (pts022/24.11.2009/12:04) - Globaler Performance-Vergleich von MANAGEMENT ENGINEERS und dem CENTER OF AUTOMOTIVE der FHDW Die deutschen Automobilzulieferer verfügen auch in Krisenzeiten über eine - im internationalen Vergleich - noch unerreichte Leistungskraft. Sie müssen aber schon in naher Zukunft mit einer verstärkten Konkurrenz speziell aus den aufstrebenden Automobilnationen Asiens rechnen. Hierauf weisen die Unternehmensberatung MANAGEMENT ENGINEERS und das CENTER OF AUTOMOTIVE an der FACHHOCHSCHULE DER WIRTSCHAFT (FHDW) in Bergisch Gladbach in einer gemeinsamen Studie hin. Darin wurden die Finanzkennzahlen von weltweit fast 600 Automobilzulieferern ausgewertet und mit Hilfe eines eigens entwickelten Zulieferer-Performance-Index bewertet. Deutsche Zulieferer in der Länder- und Einzelwertung vorn Demnach sind die in der Studie berücksichtigten 34 deutschen Zulieferunternehmen noch mit viel Substanz durch die im Jahr 2008 beginnende Absatzkrise gesteuert. Gemessen an der Umsatzentwicklung, am EBIT, an der Eigenkapitalausstattung und der F+E-Quote weisen sie im globalen Vergleich die beste Durchschnittsperformance auf. Auf den weiteren Plätzen in dieser Länderwertung folgen die japanischen vor den übrigen europäischen Zulieferunternehmen. Am schwächsten aufgestellt sind erwartungsgemäß die krisengeschüttelten amerikanischen Firmen. Auch die internationale TOP-10-Einzelwertung wird von zwei deutschen Playern - ZF und BOSCH - angeführt. Auf den weiteren Plätzen folgen unter anderem vier japanische Zulieferer. Neue Konkurrenz aus Fernost Doch dies ist nur eine Momentaufnahme, denn die automobile Weltkarte wird sich rasch verändern - mit den aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsregionen China, Indien und dem ASEAN-Staatenbund als stärksten Beschleunigungsgebern. Im Jahr 2030 wird es auf der Welt fast doppelt so viele Fahrzeuge geben wie heute - nämlich zwei Milliarden. Und allein in Asien wird sich der Automobilbestand bis dahin um eine halbe Milliarde erhöhen, so prognostiziert es die Studie. Im Zuge dieser Entwicklung entstehen aber nicht nur neue Marktchancen, sondern auch neue Konkurrenz für die Zulieferunternehmen aus den traditionellen Automobilnationen. Schon heute befinden sich die in der Studie berücksichtigten 167 Zulieferer aus Südkorea, China und Indien auf der Überholspur und zeigen sich - mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz - fast gänzlich unbeeindruckt von der derzeitigen Absatzkrise auf den Automobilmärkten. Die neue asiatische Konkurrenz ist dabei längst nicht mehr nur über den Preis wettbewerbsfähig, auch die technologischen Fortschritte sind enorm. Allen voran agieren dabei die chinesischen Zulieferer, die sich - von staatlichen Programmen gezielt unterstützt - erfolgreich neuen Zukunftsmärkten zuwenden. Hierzu Helmut Surges, Mitglied der Geschäftsführung von MANAGEMENT ENGINEERS: "China setzt beispielsweise seit Jahren alles daran, den Weltmarkt für Elektroautos zu erobern. Schon seit 2005 werden Investitionen in solche Fahrzeuge mit Milliardensummen subventioniert, zudem sind führende Forschungsinstitute in diese Projekte eingebunden. Mit Erfolg: In der Batterietechnologie sind chinesische Zulieferer heute weltweit vorn - die produzierten Elektroautos bereits heute zu günstigen Preisen marktfähig. China ist hier auf dem Weg zum Weltmarktführer." Zulieferer: Hin zum strategieorientierten Trendscout "Die deutschen Zulieferer müssen sich in dieser neuen Konkurrenzsituation aber beileibe nicht verstecken, sondern gerade jetzt, in einer Phase, in der sich viele Firmen sowieso reorganisieren, alles daransetzen, neue Wachstumsfelder zu erschließen", so Prof. Stefan Bratzel von der FDHW. Er empfiehlt: "Die reine Gefahrenabwehr in der ersten Phase der Krise muss jetzt ergänzt bzw. ersetzt werden durch eine zukunftsgerichtete Strategieentwicklung." Die deutschen Zulieferer müssen dabei einen schwierigen strategischen "Spagat" der schöpferischen Zerstörung wagen: Einerseits dürfen sie ihr Umsatzfundament, die Optimierung derzeitiger Technologien, nicht völlig vernachlässigen. Andererseits müssen sie konsequent die technologischen Voraussetzungen für das Auto der Zukunft schaffen, wodurch die bisherigen Produkte obsolet werden können. Die Studie definiert dazu fünf Handlungsfelder für die deutsche und europäische Automobilzuliefererindustrie: 1. Die "Neuerfindung des Automobils" aktiv vorantreiben 2. Stärker am Endkunden orientieren 3. Hightech-Fokus für Zulieferer mit Beschäftigungsschwerpunkt in Deutschland 4. Kosten- und Produktionsstrukturen flexibler gestalten 5. Diversifikation: Auch Non-Automotive-Felder stärken Prognose 2009/2010 Die Automobilbranche und vor allem die Automobilzulieferindustrie stehen vor einem schwierigen Umbruchjahr 2010. Die großen globalen Automobilzulieferer werden das Jahr 2009 mit einem Umsatzminus zwischen 20 bis 25 Prozent abschließen. Die Ertragslage wird darunter entsprechend leiden. Allerdings kann im Jahr 2010 ausgehend von der leichten Erholung der Automobilmärkte insbesondere in Nordamerika wieder von einem moderaten Umsatzwachstum der globalen Zulieferer von drei bis fünf Prozent ausgegangen werden. MANAGEMENT ENGINEERS (ME) arbeiten als Strategie- und Prozessberater für namhafte Unternehmen - von global ausgerichteten mittelständischen Firmen bis zu weltweit führenden Konzernen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1978 haben sich ME mit inzwischen 175 Beratern, davon 16 Partnern, zu einer der größten Managementberatungen in deutscher Hand entwickelt. ME sind vor Ort präsent - mit Büros in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.ManagementEngineers.com . Das CENTER OF AUTOMOTIVE ist ein Institut an der FACHHOCHSCHULE DER WIRTSCHAFT (FHDW) in Bergisch Gladbach. Es versteht sich als Partner von Fahrzeugherstellern, Zulieferunternehmen und Automobilhandel für praxisnahe Forschung. Das CENTER OF AUTOMOTIVE unterstützt seine Kooperationspartner aus der Automobilwirtschaft bei der Vorbereitung, Gestaltung und Umsetzung von Strategien und Konzepten durch zielgerichtete Marktforschung. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.center-of-automotive.de/ PR-Kontakt: Dr. Roland Nolte (Ende)
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