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pte20091120007 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Enzym LOX als Schlüssel bei Brustkrebsbekämpfung
Verfestigung des Brustgewebes entscheidend bei Krebsentstehung
London (pte007/20.11.2009/10:00) - Wissenschaftler des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben mit Lysyl Oxidase (LOX) ein Enzym identifiziert, dass bei der Umwandlung von Brustgewebe in Tumore eine entscheidende Rolle spielt. Das Blockieren von LOX verringerte laut dem Team um Janine Erler bei Mäusen die Größe und die Häufigkeit von Tumoren. LOX verfestigt das Collagen, einen der Hauptbestandteile des Stützgewebes der Brust. Details der Untersuchungen wurden im Fachmagazin Cell http://www.cell.com veröffentlicht. Das Stützgewebe, das Krebszellen umgibt, ist anders geformt als gesundes Gewebe. Es ist steifer und faseriger. Diese Eigenschaften haben bei der Diagnose von Brustkrebs geholfen. Bis jetzt war jedoch nicht klar, wodurch diese Veränderungen hervorgerufen werden. LOX verändert Collagen Die Wissenschaftler wiesen bei Mäusen nun nach, dass LOX zu Veränderungen des Collagen führt. Konkret handelt es sich bei diesem Vorgang um eine Vernetzung, die das Gewebe fasriger macht. Höhere LOX-Werte erhöhten die Collagen-Werte in den Brustdrüsen, verfestigten das Gewebe und standen mit einer größeren Menge von Tumoren in Zusammenhang. Als die Wissenschaftler das Enzym blockierten, enthielt das Collagen in den Brustdrüsen weniger Vernetzungen und war weniger fasrig. Die Tumore waren weniger, kleiner und auch weniger aggressiv. Die leitende Wissenschaftlerin Janine Erler betonte, dass die Verfestigung des Brustgewebes, die durch Enzyme wie LOX kontrolliert wird, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt. Diese Enzyme wären unter Umständen ein viel versprechendes Ziel für neue Medikamente. Älteres Gewebe verfestigter "Diese Enzyme führen zu einer deutlichen physikalischen Veränderung des Brustgewebes. Wenn wir das stoppen können, sollte sich das Krebswachstum verlangsamen und die Behandlung in der Folge erleichtert werden." Valerie Weaver von der University of California in San Francisco, die ebenfalls an der aktuellen Forschung mitarbeitete, ist vorsichtig optimistisch. "Diese Studie kann auch helfen zu erklären, warum die Anzahl der Brustkrebs-Erkrankungen mit zunehmendem Alter drastisch ansteigt. Älteres Gewebe ist verfestigter und enthält mehr Vernetzungen." (Ende)
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