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Mi, 08.02.2012
pte20091117029 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht
Wirtschaftskrise fördert Korruption
DACH-Region vorbildlich - Kriegsgebiete führen Liste an
Berlin (pte029/17.11.2009/13:40) - Die Wirtschaftskrise hat weltweit zu höherer Korruption geführt. Angesichts branchenübergreifender Auftragsflauten haben immer weniger Unternehmen Skrupel, auch durch bedenkliche Mittel wie der Bestechung an neue Aufträge zu kommen. Dabei ist "Unternehmensintegrität für die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität" gerade in der Krise wichtig, wie die Organisation Transparency International (TI) aufzeigt. Deutschland, Österreich und die Schweiz seien in Sachen Korruption aber vorbildlich. Korruptionsparadies Somalia Bestechung ist nach Angaben von TI in 180 Ländern der Welt weit verbreitet. Am korruptesten sind der Organisation zufolge Kriegsgebiete und von politischen Krisen gezeichnete Länder. So führen Somalia vor Afghanistan, dem Irak, dem Sudan und Burma die Liste der weltweit korruptesten Staaten an. Wenn essenzielle Institutionen und Kontrollinstanzen schwach sind oder gar nicht existieren, gerät die Spirale der Korruption außer Kontrolle, so TI. In der EU hinken Bulgarien, Griechenland und Rumänien am weitesten hinterher. Italien ist nach Erkenntnissen von TI korrupter als die Türkei. Neuseeland, Dänemark, Singapur und Schweden sind vor der Schweiz die gesittetsten Länder. Auch Deutschland und Österreich schneiden gut ab, während die USA auf Rang 19 abrutschen. Kein sicherer Hafen für korruptes Geld Der gemeinnützigen Organisation zur Bekämpfung von Korruption in Behörden und Unternehmen zufolge ist es angesichts der weltweiten Rettungspakete für Banken und Konzerne vordringlicher denn je, das Problem zu bewältigen. Bei "immer mehr" Unternehmen werde momentan aber nicht mehr danach gefragt, wie Aufträge erlangt werden, so die TI-Deutschland-Vorsitzende Sylvia Schenk im Deutschlandfunk. Nach Ansicht von TI sind die politisch Verantwortlichen in der Pflicht, Korruption zu bekämpfen. Es sei erforderlich zu identifizieren, wo eine verantwortungsbewusste Regierungsführung von Korruption blockiert wird. Maßnahmen der OECD und der G20 gegen Steueroasen seien zu begrüßen. "Korruptes Geld darf keinen sicheren Hafen finden", so die Organisation. Korruptions-Report 2009 (PDF-Download): (Ende)
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