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Mi, 23.05.2012
pte20091023019 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Großbritannien dümpelt weiter in der Rezession
Dienstleistungssektor leidet - Pfund-Abwertung schreitet voran
London/Hohenheim (pte019/23.10.2009/13:42) - Während sich die Wirtschaft in Deutschland entlang der heute, Freitag, bekannt gegebenen Zahlen des ifo-Geschäftsklimaindexes auf 91,9 Punkte weiter erholt, bleibt Großbritannien nach wie vor in der Rezession gefangen. In den Monaten Juli bis September ist das BIP auf Quartalssicht um 0,4 Prozent gesunken, teilte das Nationale Statistikbüro mit. Diese Zahlen kommen überraschend, schließlich hatten Experten ein Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. Die Folgen fallen dramatisch aus - die Wirtschaftsleistung sank das sechste Quartal in Folge. Dienstleistungssektor kollabiert weiter "Vor allem in den britischen Ballungszentren wie London herrscht eine große Tertiärisierung vor. Demzufolge ist der Dienstleistungssektor sehr stark von der Krise erfasst", unterstreicht Hans-Peter Burghof, Lehrstuhlinhaber für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistung an der Universität Hohenheim http://www.uni-hohenheim.de , im Gespräch mit pressetext. Die Sicht bestätigt sich mit einem Blick auf die Statistik. Eine derart lange Durststrecke der Wirtschaft gab es seit dem Beginn der Aufzeichnungen seit 1955 nicht. Obwohl eine Besserung des BIPs gegenüber dem zweiten Quartal (0,6 Prozent) zu verzeichnen ist, kein Grund zur Entwarnung. Britisches Pfund bleibt in Abwertungsspirale Von der weiterhin desaströsen Entwicklung des Wirtschaftswachstums ausgehend, gerät auch das Britische Pfund zunehmend in Bedrängnis. Der Eurokurs kletterte auf rund 0,916 Pfund - vor der Veröffentlichung der Daten hatte der Euro noch bei 0,903 Pfund notiert. Insidern nach bleibt die Lage entsprechend der Währungsabwertung weiter kritisch. Das schwache Pfund ist kurzfristig nur wenig hilfreich, da der Export Großbritanniens schwach bleibt. Trotzdem kann die Abwertung langfristig viel zur Restrukturierung der Wirtschaft beitragen, sagen Experten. Einem Bericht des Handelsblattes nach dürfte die Notenbank Großbritanniens schon bald auf den neuerlichen Wachstumsrückgang reagieren und ihre quantitative Steuerung im November nochmals ausdehnen. Gegensteuern will man mit einem bereits angelaufenen Programm zum Ankauf von Anleihen auf 175 Mrd. Pfund (rund1 191 Mrd. Euro). Einer aktuellen Erhebung der WestLB http://www.westlb.de nach zeigen die neuesten Wachstumszahlen für die Insel, dass die Kapazitätsauslastung geringer ist als angenommen. Diese Bedeutung hatte zuletzt auch Notenbankchef Mervyn King in Bezug auf geldpolitische Maßnahmen unterstrichen. (Ende)
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