pte20091016006 in Business
100.000 Euro Steuergeld für eine Traueranzeige
"Öffentliches Interesse" als Begründung für Schaltserie fraglich
Wien (pte006/16.10.2009/07:15)
Vergangene Woche teilten Finanzminister Josef Pröll und seine Staatssekretäre Reinhold Lopatka und Andreas Schieder mit großer Bestürzung das Ableben des 34-jährigen Büroleiters von Lopatka, Holger Fürst, mit. Nur einen Tag später veranlasste das Finanzministerium die Schaltung von Traueranzeigen in österreichischen Tageszeitungen mit einem Mediabudget von 100.000 Euro. Ein "öffentliches Interesse" kann allerdings schwer argumentiert werden, da Holger Fürst keine politische Funktion inne hatte. Wie pressetext aus informierten Kreisen erfuhr, waren die Ausgaben beim Ableben von Altkanzler Fred Sinowatz im vergangenen Jahr deutlich geringer.
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