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pte20091007027 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Faymann: "Denkt an Zeit nach der Krise"
Bundeskanzler fordert von Medien mehr Optimismus für die Zukunft
Wien (pte027/07.10.2009/13:53) - "Es nützt nichts, sich nur ständig Sorgen um die gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu machen. Denkt doch auch an die Zeit nach der Krise. Ich wünsche mir, dass der Mediensektor aus dieser Härtephase die richtigen Konsequenzen zieht." Mit diesen Worten appellierte heute, Mittwoch, der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann an die versammelte Medienbranche bei den Medientagen 2009 http://www.medien-tage.at in Wien. In seiner Eröffnungsrede rief er vor allem dazu auf, angesichts des Einbruchs bei den Werbeeinkünften nicht die Köpfe hängen zu lassen, sondern vielmehr mit Optimismus in die Zukunft zu blicken, um gestärkt aus der Krise heraustreten zu können. "Den Medien kommt in der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft eine sehr hohe Bedeutung zu. Für eine positive weitere Entwicklung ist es aber notwendig, auf Werte der Zukunft wie etwa Werbung, Forschung und Ausbildung zu setzen", so Faymann. Insbesondere die Medienvielfalt gelte es zu bewahren. Der durch die Wirtschaftsflaute innerhalb der Medienlandschaft zu beobachtenden Marktbereinigung müsse mit einer effektiven Presseförderung entgegengewirkt werden. "Vielfalt ist sicher kein falscher Ansatz. Da die Presseförderung hierzu einen wichtigen Beitrag leistet, muss auch diese verteidigt werden", stellte Faymann fest. Keine leichten Zeiten für die Medien sieht auch Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner. "Das negative wirtschaftliche Umfeld hat den Konkurrenzdruck innerhalb der Branche noch zusätzlich verstärkt. Wenn es finanziell eng wird, muss auch die öffentliche Hand ihre Verantwortung wahrnehmen und die Medien unterstützen", betonte Brauner. Der Kampf gegen die Krise sei für Medienunternehmen zwar das derzeit bestimmende Thema. Jedoch dürfe man nicht den Fehler begehen, die eigene Zukunft durch Einsparmaßnahmen aus den Augen zu verlieren. "Die Medien müssen nachhaltig und effizient wirtschaften. Je volatiler die Zeiten, desto klarer müssen die eigenen Strategien konzipiert werden", meinte Brauner. Dass die österreichische Medienwelt aber auch in schwierigen Zeiten noch qualitativ hochwertige Arbeit leistet, zeige nicht zuletzt die diesjährige Verleihung des Alfred Worm Preises http://www.alfred-worm-preis.at für investigativen Journalismus, sind sich beide politischen Vertreter einig. "Mit der Verleihung dieses Preises wollen wir einen unabhängigen, kritischen Journalismus auszeichnen und fördern. Hier geht es darum, diejenigen Journalisten zu unterstützen, die es sich nicht leicht machen und vor Missständen ihre Augen verschließen, sondern versuchen, in die Tiefe zu gehen und Aufdeckungsarbeit zu leisten", erklärte Faymann. In diesem Jahr geht der Preis an die beiden Kurier-Journalisten Rainer Fleckl und Erich Vogel für ihre Artikelserie zum Thema Doping. Mit dem Sonderpreis für die beste Dokumentation wurde zudem Alexandra Keller, Journalistin bei der Tiroler Nachrichtenillustrierten "Echo", für ihre Beitragsreihe zu den "Tiroler Gemeindeguts-Agrargemeinschaften" ausgezeichnet. Pessefotos zur Veranstaltung finden sich unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=2930 zum Download. (Ende)
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