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Mi, 23.05.2012
pts20091001021 Bildung/Karriere, Computer/Telekommunikation
Studie zur Technik-Ausbildung: Fachhochschulen punkten
Wien (pts021/01.10.2009/11:00) - Fachhochschulen bilden besser als Universitäten für den praktischen Bedarf der technischen Berufe aus. Studenten sehen das noch nicht so, Berufstätige sehr wohl. Diese Erkenntnis liefert eine Studie des Engineering-Unternehmens IVM, die die Einschätzungen von Berufstätigen und Studenten vergleicht. Die Frage, ob "die Lehrinhalte für das Berufsleben rüsten", führt zu unterschiedlichen Einschätzungen. Die Technik-Studenten glauben, Fachhochschulen und Universitäten würden sie gleich gut für die Praxis vorbereiten. Studenten an Universitäten halten sich sogar für etwas besser gerüstet (61 Prozent Zustimmung) als Besucher von Fachhochschulen (57 Prozent). Techniker, die schon im Beruf stehen, sehen das anders: Mitarbeiter von IVM, die eine Fachhochschule absolvierten, finden ihre Ausbildung weitaus praxisorientierter (82 Prozent) als ihre Kollegen mit einem Universitätsabschluss (51 Prozent). Die Studie wurde von dem Beratungsunternehmen Uniforce im Auftrag von IVM durchgeführt. Rund 800 Studenten an Universitäten und Fachhochschulen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark nahmen an der Umfrage teil. Um auch die Einschätzungen von berufstätigen Technikern zu erheben, befragte Uniforce rund 200 Mitarbeiter von IVM an vier Standorten in Österreich. Mehr Praxis für die Universitäten Ähnliche Ergebnisse liefert die Frage, ob "das Erlernte im Berufsleben angewendet werden kann". Hier glauben die Universitätsstudenten sogar zu 80 Prozent, dass sie ihr Wissen zukünftig einsetzen können, Studenten von Fachhochschulen stimmen nur zu 67 Prozent zu. Die Techniker von IVM bewerten das konträr: 76 Prozent mit einem Abschluss einer Fachhochschule finden ihren Stoff beruflich anwendbar, Universitätsabsolventen stimmen nur zu 41 Prozent zu. "Wir halten das Technik-Studium an einer Universität nach wie vor für eine sehr sorgfältige und hochwertige Ausbildung, auf die wir nicht verzichten möchten", meint Walter Hanus, CEO von IVM. "Das Ergebnis dieser Umfrage regt jedoch an, die Lehrpläne der Universitäten noch praxisnäher zu gestalten. Die Fachhochschulen schaffen das zurzeit besser." Technik-Studium: lang genug, aber nicht komplett Die Berufstätigen sind auch eher als die Studenten der Meinung, dass das Studium durch Schulungen und Praktika ergänzt werden muss. Dafür halten die Berufstätigen zu 80 bis 90 Prozent die Studiendauer für lang genug, um in den Beruf einzusteigen; die Studenten denken das nur zu rund 60 Prozent. Irgendwo schlummert offenbar auch bei den Studenten die Ahnung, dass das Lernen mit dem Studienabschluss noch nicht vorbei ist. IVM besteht seit 1979, bietet High-Tech-Dienstleistungen für die Industrie, beschäftigt 265 Mitarbeiter und verfügt über vier Standorte in Wien, Graz, Linz und Salzburg. Zu den Geschäftsfeldern gehört unter anderem die Entwicklung von Software für die Steuerung von Automotoren, für Eisenbahnsysteme und für die Telekom-Branche. Mit dem IVM Campus führt das Unternehmen eine eigene Aus- und Weiterbildungsstätte. (Ende)
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