|
VORSCHAU
Sponsored Links
PRESSETERMINE
Hotel Hyatt Regency Köln
08.02.2012 00:00 AKTUELLES PRESSEFOTO
IR Nachrichten
06.02.2012 17:40
Open Market TV AG
03.02.2012 14:15
Schlumberger AG
03.02.2012 14:05
S&T System Integration & Technology Distribution AG
EUROPA NACHRICHTEN
BUSINESS
Mi, 08.02.2012
pte20090930127 Produkte/Innovationen, Politik/Recht
Zögerliche Politik steht Heimpflegetechnik entgegen
Entwicklung von Geschäftsmodellen nur mit staatlicher Hilfe möglich
Wien (pte127/01.10.2009/16:45) - Wirtschaftsexperten sprechen sich einhellig für ein stärkeres politisches Enagement aus, um technische Innovationen im Pflege- und Gesundheitswesen zu etablieren. Im Rahmen des "Industrial Round Table" diskutierten Fachleute auf dem Ambient Assisted Living-Forum 2009 (AAL) in Wien am Mittwoch über die bestehenden Barrieren für die Entwicklung geeigneter Geschäftsmodelle. Senioren heute haben hohe Erwartungen und benötigen qualitätsvolle Services als Heimhilfe, nicht aber komplizierte Technik, so der Tenor unter den Teilnehmern. Konsens besteht darüber, dass Anbieter ihre Produkte und Dienstleistungen möglichst einfach gestalten müssen, um den wahren Bedürfnissen der Zielgruppe zu entsprechen. "Der Markt für klinische Hightech-Produkte ist immer noch überschaubar, was zwangsläufig zu hohen Preisen führt. Es wäre an der Zeit, die technische und administrative Standardisierung mit Nachdruck voranzutreiben", sagte Alexander Kollreider, CEO von Tyromotion, einem auf Pflegeroboter und Rehabilitationssysteme spezialisierten Jungunternehmen mit Sitz in Graz. Laut Jan Muehlfeit, Chairman von Microsoft Europe, wüssten Politiker genau, was zu tun sei. Aus wahltaktischen Gründen würden entsprechende Langzeitkonzepte und politische Grundsatzentscheidungen jedoch auf die lange Bank geschoben. "In diesem speziellen Fall ist der öffentliche Sektor selbst der Markt, der durch Zusammenarbeit und Beschlüsse auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene geöffnet werden muss", meinte Henning Seiding, Director of Welfare Technologies der dänischen Stadt Odense. Innovation im Gesundheits- und Pflegewesen ist auch für Irina Odnoletkova, Innovation Manager beim Independent Health Insurance Funds Belgium zentral. "Aufgrund der Unterschiedlichkeit von Europas Finanz-, Gesundheits- und Sozialsystemen wird die Entwicklung von tragfähigen Geschäftsmodellen jedoch nicht einfacher. Ich teile den Pessimismus, was die Rolle des Staates als Prozessbegleiter betrifft, aber trotzdem nicht", so die Expertin. Auch darf die Bedeutung von Programmen wie AAL als Informationsplattform für die Markterschließung nicht unterschätzt werden. Tatsächlich drängen sowohl klein- und mittelbetriebliche Unternehmen wie Tyromotion als auch international agierende Großunternehmen wie Bosch auf den Markt für AAL-Technologien und -services. Der deutsche Konzern machte etwa mit der Akquisition der US-Unternehmen Health Buddy und Vitalnet auf sich aufmerksam. Bosch stellt darauf ab, mit seinem Know-how zur Forcierung von Heimpflege anstelle von teurer spitalszentrierter Betreuung beizutragen. Ganz gleich ob KMU oder multinationaler Konzern, jedes Unternehmen sieht sich mit der Tatsache konfrontiert, dass Akzeptanz und Anwendung seiner Produkte und Services nur auf der Grundlage funktionierender Geschäftsmodelle möglich sind. Der Mangel an Regierungsprogrammen, Vergütungsschemata, Zertifizierungs- und Standardisierungsmethoden erschwert die Entwicklung geeigneter Geschäftsstrategien. Das bremst die Verbreitung kostensparender Technologien. "Dabei stellt die demographische Situation besonders in Europa eine tickende Zeitbombe dar. Bereits jetzt werden weltweit rund sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Behandlung chronischer Krankheiten ausgegeben. Aufgrund des Alterungsprozesses könnte sich der Anteil in den nächsten Jahrzehnten auf 20 Prozent erhöhen", gibt Muehlfeit zu bedenken. Dabei seien 80 Prozent aller chronischen Leiden und 40 Prozent der Krebskrankheiten mit innovativen Systemen frühzeitig erkennbar. Gesundheits- und Sozialsysteme hingegen könnten in ihrer jetzigen Beschaffenheit nur bei unrealistischen Steuerquoten von 70 Prozent und mehr aufrecht erhalten werden. (Ende)
PRESSETEXT.TV
BauProfi QUESTER setzt auf Nachhaltigkeit 02.02.2012 MONSTER JOBCORNER
FOCUSTHEMA
SPECIALS
Werbung
middleAdvertising
|