pte20090930118 in Business
Jugendschutz: Europarat fordert mehr Providerverantwortung
Branchenverband hält derzeitige Bestimmungen für völlig ausreichend
Straßburg (pte118/30.09.2009/13:57)
Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) will den Schutz von Minderjährigen im Internet verbessern. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzt das neben dem Ministerkomitee zweitwichtigste Organ des Europarates http://assembly.coe.int nicht nur auf die stärkere Ausbildung von Medienkompetenz und die Forcierung entsprechender bewusstseinsbildender Maßnahmen, sondern auch auf die Mitarbeit der Internetprovider. Diese sollen den Plänen der EU-Politiker zufolge in Zukunft für illegale Web-Inhalte stärker zur Verantwortung gezogen werden. In einer aktuell veröffentlichten Resolution fordert das Gremium seine Mitgliedsstaaten sogar ausdrücklich dazu auf, die Provider auch für solche Inhalte zur Rechenschaft zu ziehen, die von Drittanbietern online zur Verfügung gestellt werden. Zur Umsetzung dieses Vorhabens stellt PACE die Abfassung eines neuen Zusatzprotokolls zur "Convention on Cybercrime" des Europarates in Aussicht.
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