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Mo, 13.02.2012
pte20090922037 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Nur fünf Prozent der Webuser für Bezahlinhalte
Erfolgschancen für Paid-Content-Modelle derzeit sehr gering
London (pte037/22.09.2009/13:45) - Nur magere fünf Prozent der Internetnutzer sind grundsätzlich dazu bereit, für Online-Nachrichten zu bezahlen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Harris Interactive http://www.harrisinteractive.com/europe , für die im Zeitraum von 26. August bis 2. September 1.188 Personen in Großbritannien zum derzeit weltweit diskutierten Thema "Paid Content" im Auftrag des Guardian befragt wurden. Pläne zu weitreichenden Bezahlinhalte-Angeboten, wie sie allen voran von Medienmogul Rupert Murdoch vertreten werden, haben nach dieser Befragung nur minimale Chance auf Erfolg. Sollte die jeweils persönlich bevorzugte News-Seite im Netz nämlich damit beginnen, für den Zugang Geld zu verlangen, wollen drei Viertel der Nutzer einfach auf eine alternative freie Nachrichtenquelle ausweichen. Acht Prozent würden weiterhin nur die frei zugänglichen Headlines auf der Seite lesen, zwölf Prozent sind sich ihrer Entscheidung nicht sicher und nur fünf Prozent würden definitiv auch nach einer Umstellung auf Bezahlinhalte die jeweilige Plattform weiterhin in vollem Ausmaß nutzen. "Das sieht nicht nach einem guten Ergebnis für Bezahl-Modelle in einer Wettbewerbssituation aus", meint Andrew Freeman, Senior Media Research Consultant bei Harris. Solange kostenlose Alternativen existierten, würden die Nutzer auch auf diese ausweichen, um ihre täglichen Nachrichten zu beziehen. Gleichzeitig würde dies erhebliche Nutzerverluste für jene Seiten bedeuten, die ihre Inhalte nur noch gegen Geld anbieten. Laut Freeman bleibt es abzuwarten, ob die Nachrichtenindustrie diesen Sprung machen und anfangen wird, für Content Gebühren zu verlangen, der so lange kostenlos war. Ein funktionierendes, erfolgreiches Beispiel für kostenpflichtige Online-Inhalte im News-Bereich gibt es jedenfalls im deutschsprachigen Raum noch nicht. Das bestätigt auch Hans-Joachim Fuhrmann, Sprecher des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) http://www.bdzv.de, im pressetext-Interview. "Man wird auch nicht von heute auf morgen für alle Angebote Geld verlangen können. Wenn Inhalte jedoch Mehrwert bieten, exklusiv und einfach in der Abrechnung sind, werden die Menschen auch bereit sein, für diese Premiuminhalte Geld zu investieren", ist Fuhrmann überzeugt. Wie aus der Harris-Erhebung hervorgeht, sind jüngere Leser grundsätzlich eher dazu bereit, für Inhalte zu bezahlen als ältere. So sagten 13 mal mehr 16- bis 24-Jährige, sie würden zahlen als das 35- bis 44-Jährige oder 55- bis 64-Jährigen taten. Am ehesten nach alternativen Seiten suchen würden Vertreter der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre. Dafür zeigen sich die 45- bis 54-Jährigen am häufigsten mit kostenlosen Headlines zufrieden. Bezogen auf den sozialen Status sind am ehesten Vertreter aus der Mittelschicht dazu bereit, Bezahlangebote anzunehmen - wenngleich es auch hier nur sechs Prozent sind. (Ende)
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