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Mi, 23.05.2012
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pte20090902031 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Regulierung: Deutsche Bank gibt Ölmarktfonds auf
Volumen beträgt 425 Mio. Dollar - Dominoeffekt bleibt jedoch abzuwarten
Regulierungen vertreiben Spekulanten (Foto: aboutpixel.de, SD)
Regulierungen vertreiben Spekulanten (Foto: aboutpixel.de, SD)

New York (pte031/02.09.2009/13:40) - Die von der Politik in den USA angekündigte härtere Gangart gegenüber Spekulanten zeigt erste Wirkung. Nachdem der neue Chef der US-Terminbörsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission http://www.cftc.gov , Gary Gensler, die Rohstoff-Rally von 2008 als "Preisblase" bezeichnet hatte und Positionslimits auf Rohstoffwetten energisch durchsetzt, schließt die Deutsche Bank http://www.deutsche-bank.de ein börsengehandeltes Ölprodukt. Als Grund für die Maßnahme nannte das Institut die von der Energiebörse Nymex eingeführten Positionslimits. Experten gehen nun davon aus, dass auch andere Investmentmanager diesem Beispiel folgen könnten.

"Die Deutsche Bank wird sich den Schritt wohlüberlegt haben. Ob und inwieweit das nun auch für andere Anbieter oder Fondsgesellschaften eine mögliche Vorbildfunktion haben könnte, wage ich derzeit noch zu bezweifeln", sagt ein Branchenkenner auf Nachfrage von pressetext. Insbesondere vor dem Hintergrund der bestehenden Inflationsängste wird man weitere Regulierungsschritte durch die Politik abwarten müssen. "Die Kernfrage wird sein, welche Ausnahmeregelungen künftig geschaffen werden", sagt der Fachmann weiter. Trotz aller Bedenken der Marktteilnehmer gegenüber den geplanten Regulierungsschritten sind diese aber nicht unbegründet. Spekulanten scheinen nach wie vor Stimmungen zu erzeugen.

"Sowohl Hedge Fonds als auch die Anleger legen derzeit große Erwartungen in die Erholung der Marktnachfrage. Da die Fundamentaldaten dieser Einschätzung entgegenstehen, nehmen die Märkte eine Besserung der Lage vorweg. Das kann schnell brenzlig werden", sagte bereits auch Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank http://www.commerzbank.de , im Gespräch mit pressetext (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090729022/). So wird vor allem Spekulanten von der Politik in den USA vorgeworfen, die Preise für Rohöl in die Höhe zu treiben sowie für externe Schwankungen verantwortlich zu sein. Genslers Ziele setzen nun allmählich Börsen wie die Nymex mit entsprechenden Vorgaben um.

Einem Bericht der Financial Times Deutschland nach will Deutschlands größte Bank alle für sein Produkt PowerShares DB Crude Oil Double Long ausgegebenen Anteile zurücknehmen. Das Volumen soll bei 425 Mio. Dollar liegen. Am Dienstag verlor der Fonds an der Börse in New York zehn Cent auf 4,38 Dollar. Trotzdem legte das Produkt allein in diesem Jahr mehr als 70 Prozent zu. Sogenannte "Exchange-Traded Notes" bieten Investoren die Möglichkeit zu wetten, ohne selbst Kontrakte zu erwerben. Anleger erwerben einen Schuldschein bei der Bank. Diese plant die Deutsche Bank nun zurückzukaufen. Die Preishöhe soll in der nächsten Woche bekannt gegeben werden. Das Produkt gehörte in den USA zu den größten seiner Art.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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