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pte20090831030 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
US-Bankenhilfe: Rückzahlung bringt Staat Profite
Regierung verbucht bei acht Banken vier Mrd. Dollar Gewinn
Washington (pte030/31.08.2009/13:50) - Die Mrd.-schweren Finanzspritzen für angeschlagene US-Banken haben sich offenbar bereits in Form barer Münze bezahlt gemacht. Knapp ein Jahr nach Erhalt der Rettungsgelder hatten die ersten Institute vor wenigen Wochen mit der Rückzahlung der Mittel begonnen. Nun darf sich die Regierung bei den acht größten Häusern, die ihre Schulden bereits vollständig begleichen konnten, über Gewinne in Höhe von rund vier Mrd. Dollar freuen. Wie die New York Times berichtet, würde die Summe einer Rendite von satten 15 Prozent jährlich entsprechen. Dabei hatten kritische Stimmen im Oktober des Vorjahres gewarnt, der Steuerzahler werde das Geld wohl niemals wieder sehen. Allerdings könnte dies auf Hunderte Rettungsmilliarden in gefährdeten Konzernen auch nach wie vor zutreffen. "In schwer angeschlagenen Finanzhäusern wie dem Versicherer AIG oder den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac stecken noch immer Milliarden, die sich langfristig als Verlustposten für den Steuerzahler erweisen können", gibt ein Bankenexperte gegenüber pressetext zu bedenken. Neben dem Finanzwesen haben die USA außerdem beträchtliche Mittel in insolvente Industriekonzerne wie General Motors oder Chrysler gepumpt, die möglicherweise nie zurückbezahlt werden können. Staatliche Garantien für faule Hypotheken mit einem Mrd.-Dollar-Volumen stellen darüber hinaus einen schwelenden Risikoposten dar. Das bloße Anzeichen von Gewinnen aus den risikobehafteten Rettungsgeldern sei dennoch eine willkommene und frühzeitige Überraschung für die US-Regierung. Dadurch würden Hoffnungen nach einem baldigen Rückzug des Staates aus dem Bankengeschäft angeregt. "Die Frage ist jedoch, ob sich der Staat als regulierende Instanz überhaupt aus den Beteiligungen zurückziehen soll. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint dieser Schritt zumindest noch verfrüht", meint der Branchenkenner. Nachdem die Finanzwelt vor knapp einem Jahr in ihren Grundfesten erschüttert worden war, wurde der Ruf nach mehr Regulierung der Finanz- und Bankgeschäfte laut. So soll die vom Bankencrash ausgelöste Krise die Menschen weltweit über 10,5 Bio. Dollar kosten. Allein das US-Finanzministerium hatte seit Oktober 2008 annähernd 240 Mrd. Dollar in Hunderte gefährdete Banken gesteckt. Zu den gewinnträchtigsten Finanzinstituten, in die die US-Regierung investiert hatte, zählen Goldman Sachs mit einem Plus von 1,4 Mrd. Dollar, Morgan Stanley mit 1,3 Mrd. Dollar und American Express mit einem Profit von 414 Mio. Dollar. Darüber hinaus brachten die Finanzspritzen für Northern Trust, die Bank of New York Mellon, State Street, U.S. Bancorps sowie BB&T Gewinne in dreistelliger Mio.-Höhe ein. Neben den acht Großbanken waren außerdem 14 kleinere Institute bereits dazu in der Lage, erhaltene Hilfsmittel gewinnbringend zurückzuzahlen. (Ende)
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