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pte20090813002 Auto/Verkehr, Produkte/Innovationen
Unbemannter Helikopter aus Wien erobert US-Markt
Schiebel Industries vereinbart Kooperation mit Boeing
Markt für UAVs boomt  (Foto: schiebel.net)
Markt für UAVs boomt (Foto: schiebel.net)

Wien/Chicago (pte002/13.08.2009/06:00) - Das österreichische Unternehmen Schiebel Industries http://www.schiebel.net hat vor dem Hintergrund der stark steigenden Nachfrage nach unbemannten Flugobjekten eine Kooperationsvereinbarung mit Boeing http://www.boeing.com getroffen. Auf diese Weise sollen neue Support- und Vermarktungsmöglichkeiten für Schiebels Hubschrauberdrohne Camcopter S-100 erschlossen werden, heißt es von Seiten des Herstellers auf Nachfrage von pressetext. Dieses Unmanned Aerial Vehicle (UAV) eignet sich aufgrund seiner Ausstattung mit zahlreichen Sensoren sowohl für militärische als auch für zivile Zwecke. Dabei sorgt ein mit einem GPS-System kombiniertes Trägheitsnavigationssystem für die automatische Stabilisierung des Fluggeräts. Der unbemannte Kompakthubschrauber kann so mit Nutzlasten von bis zu 50 Kilogramm - zum Beispiel mit einem Videoüberwachungs- und Detektionssystem - bestückt werden.

"Wir sind über die Zusammenarbeit mit Boeings neu gegründeter Unmanned Airborne Systems Division sehr erfreut. Wir hoffen, mit Hilfe unseres Partners potenzielle Interessenten aus US-Regierungs- und Militärkreisen gleichermaßen vom Camcopter S-100 überzeugen zu können", gibt sich Hans G. Schiebel, Direktor der Schiebel Industries AG, in einer Pressemitteilung optimistisch. Das österreichische Unternehmen entwickelt seinen unbemannten Helikopter schon seit 2005. Das Fluggerät weist eine Länge von rund drei Metern auf und soll sich auch für Einsätze bei Schlechtwetter bzw. für Flughöhen von bis zu 5.500 Meter eignen. Sein Rumpf besteht aus einem leichtgewichtigen Monocoque aus Karbon. Das UAV wiegt daher gerade einmal 97 Kilogramm, die Spannweite des Hauptrotors beträgt 3,4 Meter. Die mit einem Wankelmotor angetriebene Drohne soll Nutzlasten von 25 Kilogramm sechs Stunden lang transportieren können. Missionen lassen sich mit Hilfe einer GPS-basierten Software vorprogrammieren, das Fluggerät kann jedoch auch vom Boden aus mittels Joystick direkt gesteuert werden. Die Kontrolleinheit ist dabei frei skalierbar, zwei Laptops sind jedoch für die Einsatz- sowie Nutzlastüberwachung mindestens nötig, heißt es beim Hersteller. Fix montierte Tageslicht-und Infrarotkameras würden Piloten die Orientierung ermöglichen. Datenübertragungen seien bis zu einer Entfernung von 200 Kilometern möglich.

UAVs sind als künftiger Milliardenmarkt einzustufen, der zahlreiche Konzerne wie EADS, aber auch Konkurrenz aus Übersee wie Northrop Grumman oder Boeing auf den Plan ruft (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090727028/). So erprobt der Flugzeughersteller mit Hauptsitz in Chicago einem Cnet-Bericht zufolge gerade die Eignung seiner Hubschrauberdrohne Hummingbird A160T als Frachttransporter. Im Gegensatz zu Schiebels Camcopter S-100 soll das knapp zehn Meter lange Vehikel mehr als eine Tonne Fracht - etwa zwischen militärischen Operationsbasen - transportieren können. Die Drohne blieb im Zuge eines Testflugs 2008 mit 130 Kilogramm Fracht an Bord 18,7 Stunden in der Luft und hatte hernach noch Kraftstoff für 90 weitere Flugminuten im Tank. Damit hält Boeing den Weltrekord in dieser Klasse.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Nikolaus Summer
Tel.: +43-1-81140-306
E-Mail:
pressetext.austria
   
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