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Fr, 10.02.2012
pte20090804026 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Britischer Werbemarkt kämpft mit Insolvenzen
Branchenkenner sehen jedoch kleine Hoffnungsschimmer
London/Berlin (pte026/04.08.2009/13:50) - Nach Angaben von PricewaterhouseCoopers http://www.pwc.com sind in Großbritannien im vergangenen Halbjahr fast 300 Unternehmen aus dem Werbe- und Rundfunksektor insolvent geworden. Gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von über 47 Prozent. Die Mehrheit der Insolvenzen war in der Werbebranche zu verzeichnen. Genau 211 Unternehmen gingen von Januar bis Juni 2009 pleite (plus 50 Prozent), hingegen "nur" 81 aus dem Rundfunksektor (plus 40 Prozent). Der Abschwung in der Werbewirtschaft hat für die britische Medienlandschaft dramatische Konsequenzen, den Verlagshäusern und Rundfunkanstalten rinnen die Anzeigeneinnahmen förmlich davon (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090616036/) "Allgemein sehen wir, dass vor allem kleinere Unternehmen in die Insolvenz abrutschen", erklärt David Lancefield, ein Partner bei PwC gegenüber dem Guardian. Diese Firmen verfügten laut Lancefield nicht über den notwendigen finanziellen Hintergrund, um die Rezession bewältigen zu können. "Die Kontraktion der Werbebudgets betrifft alle, aber momentan besonders kleine, unabhängige Unternehmen, die keine tiefen Taschen oder die Möglichkeit zur Refinanzierung haben. Jene, die nur ein begrenztes Kundenportfolio aufweisen können oder keine neuen Aufträge erhalten, fallen der Rezession zum Opfer", so der Branchenexperte. Auch in Deutschland ist der Werbemarkt am Schrumpfen. Gemäß einer Studie von Deloitte http://www.deloitte.de sei dies einerseits auf veränderte Gewohnheiten im Medienkonsum, andererseits auch auf die aktuelle Konjunkturschwäche zurückzuführen. "Neben den rückgängigen Werbebuchungen zeigt sich die Dramatik besonders deutlich bei den weiter ansteigenden Rabatten. Zusätzlich werden die Vertriebserlöse trotz einzelner Copy-Preiserhöhungen weiter schrumpfen. Das traditionelle Geschäftsmodell der Verlage ist gefährdet", erklärt Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte. Lancefield sieht dennoch kleine Hoffnungsschimmer am Horizont der Medienlandschaft. Immerhin sind in Großbritannien im zweiten Quartal 2009 um 31 Prozent weniger Rundfunkanstalten und 22 Prozent weniger Werbeunternehmen insolvent geworden als noch im ersten Jahresviertel. "Die Frage ist, wie lange sich der Abschwung fortsetzt. Es ist fraglich, ob diese Entwicklung spezifisch für das zweite Quartal ist oder Teil eines längerfristigen Trends ist", so der PwC-Partner abschließend. (Ende)
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