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pte20090723019 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Weltweite Werbeausgaben stark gesunken
Sieben Prozent Minus im ersten Quartal 2009
Werbeausgaben deutlich eingebrochen (Foto: pixelio.de/Clemens Scheumann)
Werbeausgaben deutlich eingebrochen (Foto: pixelio.de/Clemens Scheumann)

Hamburg/Amsterdam (pte019/23.07.2009/12:05) - Die weltweiten Werbeausgaben sind drastisch zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres sanken die Werbeinvestitionen in den Medien TV, Zeitungen, Zeitschriften und Radio im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent. Das geht aus einem aktuellen Nielsen-Bericht http://www.nielsen.com über globale Werbetrends hervor. Wie der "Global AdView Pulse"-Bericht zeigt, hat die Wirtschaftskrise deutliche Spuren in der Werbewelt hinterlassen. Am stärksten trifft es dabei Europa, wo insbesondere Länder wie Spanien (minus 28,2 Prozent) und Irland (minus 21,2 Prozent) drastische Rückgänge verzeichnen. Auch in Italien (minus 19,1 Prozent) und Großbritannien (minus 14,7 Prozent) gingen die Werbeausgaben empfindlich zurück.

Der europäische Werbemarkt verzeichnete im ersten Quartal laut Nielsen insgesamt ein Minus von 8,7 Prozent. Mit einem Rückgang von 12,7 Prozent wurde der US-Markt jedoch noch härter getroffen. Etwas besser sieht die Situation in der Asia-Pazifik-Region aus. Hier lag das Minus bei nur 2,3 Prozent. Indonesien und China legten zu. "Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise sind in den aktuellsten Zahlen zum Werbemarkt deutlich erkennbar, insbesondere in Nordamerika und Europa, wo fast alle Märkte ein negatives Wachstum verzeichneten", sagt Ben van der Werf, Global AdView Geschäftsführer bei Nielsen. Selbst China, wo die Werbeausgaben in der Regel zum chinesischen Neujahr angekurbelt würden, berichte über eine gedämpftes Wachstum von nur 2,5 Prozent.

"Es scheint, dass der Werbemarkt von der Krise mit einer Art Verzögerung getroffen wurde, vergleicht man ihn zu anderen Branchen. Daher liegt es auch nahe, dass die derzeitige Entwicklung sich so bald nicht ändern wird, jedenfalls noch nicht im nächsten Quartal", erläutert Alessandra Rossi, Marketing Manager Global AdView bei Nielsen, gegenüber pressetext. Ausgenommen sei der Bereich Online-Werbung, der auf internationaler Ebene noch immer Zuwächse verzeichne. "Allerdings ist das Wachstum auch hier nicht mehr so groß wie noch 2008", gibt Rossi zu bedenken.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Werbeausgaben quer über alle vier Gattungen (Zeitung, Zeitschrift, Radio und TV) hinweg nachgelassen haben. Am stärksten fiel das Minus bei den Zeitschriften aus - diese verloren um 17,4 Prozent. Die Werbeinvestitionen bei Zeitungen schrumpften um 9,1 Prozent und die Rückgänge bei TV und Radio machten minus 4,7 bzw. minus 2,5 Prozent aus. Den Printmedien setzt die Krise international am heftigsten zu. Während TV zumindest in Asien ein leichtes Plus erzielen konnte, verloren die Printmedien in allen Regionen. Alle Hauptmediengattungen, die Nielsen beobachte, hätten im ersten Quartal gelitten, so van der Werf. Die Verluste bei den Printmedien seien jedoch am höchsten.

In Hinblick auf die einzelnen Branchen konnten nur der Handel (plus sechs Prozent) sowie der Bereich Verbrauchsgüter (plus 0,2 Prozent) ein Wachstum bei den Werbung verzeichnen. Am stärksten verloren haben die Wirtschaftsbranchen Pkw, Finanzen, Kleidung und Accessoires. Die Rückgänge im Bereich Automobil oder Finanzen seien jedoch nicht überraschend, da dieser Trend sich schon seit mehreren Quartalen zeige, erklärt van der Werf. Beide Bereiche wurden von der Wirtschaftskrise ganz besonders hart getroffen.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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