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Do, 09.02.2012
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pte20090717021 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen
Finanzinvestoren: Beteiligungen zu Spottpreisen
Deutscher Private-Equity-Markt trocknet aus
Private-Equity-Deals auf Siebenjahrestief (Foto: aboutpixel.de, goenz)
Private-Equity-Deals auf Siebenjahrestief (Foto: aboutpixel.de, goenz)

Frankfurt (pte021/17.07.2009/13:45) - Der deutsche Markt für Unternehmensbeteiligungen ist in der ersten Jahreshälfte 2009 geradezu ausgetrocknet. Das Engagement im Bereich Private Equity sank angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das niedrigste Niveau seit sieben Jahren. Wie die Unternehmensberatung Ernst & Young aufzeigt, wurde in dem Zeitraum mit der 9,1-prozentigen Beteiligung des Abu-Dhabi-Staatsfonds Aabar Investment an Daimler nur noch eine einzige Investition mit einem Wert von über einer Mrd. Euro getätigt. Anzahl und Volumen aller Deals knickten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 um jeweils ein Drittel auf 54 Transaktionen bzw. 2,8 Mrd. Euro ein. Dabei wären Beteiligungen besonders im Bankensektor derzeit zum Schnäppchenpreis zu haben (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090625018/).

Die Preise für Unternehmensbeteiligungen sind angesichts der geringen Nachfrage durch Investoren drastisch gefallen. Starke Betriebe haben die Gelegenheit genutzt, sich durch Übernahmen und Beteiligungen noch breiter aufzustellen. Zwar ist die Zahl strategischer Transaktionen nur von 138 auf 130 geschrumpft. Ihr Gesamtwert ließ jedoch von knapp 25 Mrd. Euro um rund drei Viertel auf nur mehr 6,2 Mrd. Euro nach.

Die geringe Aktivität der Private-Equity-Branche ist nach Ansicht der Experten mitunter auf die knappe Verfügbarkeit von Bankkrediten zurückzuführen. Dadurch kämen derzeit vorwiegend jene Gesellschaften zum Zug, die ihre Transaktionen mit einem hohen Anteil an Eigenkapital stemmen können. Darüber hinaus sei es für Heuschrecken bedeutend schwieriger geworden, getätigte Beteiligungen auch wieder an den Mann zu bringen. Zwar ist die Zahl der Exits nur geringfügig gesunken. Ihr Volumen ist jedoch bereits im zweiten Halbjahr 2008 von 5,4 auf 0,9 Mrd. Euro eingebrochen und hat nunmehr auf 0,3 Mrd. Euro weiter nachgelassen. So ist etwa die Ausstiegsmöglichkeit in Form eines Börsengangs seit Beginn des Vorjahres "völlig versperrt" (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090526039/).

In dem Geschäft mit Unternehmensbeteiligungen sind Branchenkennern zufolge künftig höhere Qualitäten gefragt. Kurzfristige Beteiligungen nach Heuschrecken-Vorbild seien weniger zukunftsträchtig. "Der Kapitalgeber der Zukunft wird seine Schützlinge über längere Strecken begleiten müssen, will er Erfolg haben", so Joachim Spill, Leiter des Bereichs Transaction Advisory Services bei Ernst & Young. Unter den Finanzinvestoren könnte es im weiteren Jahresverlauf zu einer deutlichen Marktbereinigung kommen. Wie weit diese führen wird, sei derzeit jedoch noch nicht abzusehen. Abseits der wirtschaftlichen Turbulenzen drohen dem Sektor in Europa schärfere EU-Regeln, weshalb viele Marktteilnehmer bereits an einen breiten Abzug denken.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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