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pte20090710009 Auto/Verkehr, Unternehmen/Finanzen
GM-Blitzinsolvenz: "Jeder Tag ein gewonnener Tag"
Vormaliger Autoriese wagt Neustart mit 48 Mrd. Dollar Miese
Detroit (pte009/10.07.2009/10:57) - Nach nur 40 Tagen hat der filetierte Autobauer General Motors (GM) das Ende seines Insolvenzverfahrens angekündigt. Mit rund 48 Mrd. Dollar Schulden will der Konzern schon heute, Freitag, einen Neuanfang wagen. "Je früher GM den Schritt machen kann, umso besser. Jeder Tag nach einer Blitzinsolvenz ist ein gewonnener Tag", meint Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen http://www.uni-due.de im Gespräch mit pressetext. Seit Beginn des Verfahrens nach Chapter 11 am 1. Juni konnte der ehemals weltgrößte Hersteller dank 60 Mrd. Dollar an Staatshilfen den Großteil der Schuldlast abwälzen. Rund die Hälfte der Mittel wurden zur Finanzierung der Insolvenz bereitgestellt. "GM hat erreicht, was man erreichen wollte", betont der Experte. Während das Unternehmen in seiner bisherigen Form erwartungsgemäß abgewickelt werden soll, könne "die neue GM" weitgehend entschuldet starten. So war der Hersteller noch mit Verbindlichkeiten in Höhe von 176,4 Mrd. Dollar in den Gläubigerschutz gegangen. Den Anstoß zum Ende des Insolvenzverfahrens hatte die Abweisung einer Gläubiger-Klage gegen das Unternehmen gegeben. Durch den Gerichtsbeschluss ist es dem Konzern möglich, seine Einzelteile in ein überwiegend staatliches Unternehmen auszugliedern. "Wie es weitergehen wird, wissen wir erst in drei Jahren", sagt Dudenhöffer. GM habe nunmehr jedoch die grundlegende Chance erhalten, weiter zu bestehen. Das Risiko für den Konzern sei aber nach wie vor hoch und in den vergangenen Wochen eher noch gestiegen. "Angesichts der Insolvenz sind viele Gläubiger vorsichtig geworden. Zwar hat GM das Verfahren überstanden, ist deshalb jedoch noch nicht über den Berg", unterstreicht der Branchenkenner. Das Gezerre um die deutsche GM-Tochter Opel geht unterdessen weiter. Dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna werden darin weiterhin die besseren Chancen eingeräumt als dem chinesischen Mitbieter BAIC. "In absehbarer Zeit zwischen sieben und 14 Tagen werden die Verträge mit Magna wasserdicht gemacht", erklärt Dudenhöffer gegenüber pressetext. Die Chinesen hatten das Angebot der Österreicher in den vergangenen Wochen mehrfach torpediert und verlangen etwa eine geringere Staatsbürgschaft als Magna. "Die chinesische Konkurrenz ist nicht ernst zu nehmen", meint der Fachmann. Ihre Pläne seien nicht umsetzbar. Zudem lebe BAIC vorwiegend von seinen Joint Ventures. "Die Chinesen schöpfen ihre Kraft aus Anderen. In China hat das Unternehmen gerade mal 12.000 Autos produziert und verkauft. Das ist gar nichts", schließt Dudenhöffer. (Ende)
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