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Mi, 08.02.2012
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pte20090703012 Medizin/Wellness, Computer/Telekommunikation
Computer-Tastaturen sind Keimschleudern
Internet-Cafes und Informatikräume besonders betroffen
Werden Tastaturen nicht desinfiziert, sammeln sich Keime an (Foto: pixelio.de/Wanetschka)
Werden Tastaturen nicht desinfiziert, sammeln sich Keime an (Foto: pixelio.de/Wanetschka)

Sydney/Wien (pte012/03.07.2009/11:30) - Je mehr Personen auf einem Computer arbeiten, desto höher ist die Anzahl von Mikroorganismen, die sich auf dessen Tastatur tummeln. Das berichten Forscher der Swinburne University of Technology http://www.swinburne.edu.au in der Zeitschrift American Journal of Infection Control. Sie entnahmen Proben aus der Computertastaturen von Informatiksälen und verglichen diese mit denen von Arbeitsplätzen, an denen nur eine Person tätig ist. Frei zugängliche Computer wiesen dabei fünfmal mehr Keime auf als persönlichen Geräte. Früher Studien hatten bereits nachgewiesen, dass sich auf Tastaturen bis zu fünfmal mehr Keime tummeln als auf Klobrillen.

Unter die Lupe nahmen die australischen Mikrobiologen ihr eigenes Umfeld. Sie analysierten Tastaturen aus drei großen Computersälen der Universität nach Anzahl und Art ihrer Keime auf den Tasten, daneben auch Tastaturen von Arbeitscomputern des Universitätspersonals. Die öffentlich zugänglichen Computer besaßen im Schnitt fünfmal mehr Keime, jede zweite ihrer Tastaturen konnten die Forscher zudem als Zufluchtsort des Bakteriums Staphylococcus aureus enttarnen. An den Mitarbeiter-Arbeitsplätzen war das nur bei jeder fünften Tastatur der Fall. "Auf Tastaturen in Informatikräumen wie auch in Internet-Cafes wimmelt es nur so von Krankheitserregern. Die Betreiber sollten bemüht sein, ihre Computer-Infrastruktur regelmäßig zu desinfizieren und zu reinigen", so das Resümee des Studienautors Enzo Palombo.

"Die Keimbelastung von Tastaturen ist vergleichbar mit derjenigen von Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln", erklärt Magda Diab-Elschahawi, Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie an der Medizinischen Universität Wien http://www.meduniwien.ac.at/krankenhaushygiene im pressetext-Interview. Überbewerten solle man diese Ergebnisse daher nicht. Da die Hand das wichtigste Übertragungsmedium für Krankheitserreger sei, könne man davon ausgehen, dass diese auch auf Tastaturen wiederfindbar sind. "Die Keime vermehren sich bei trockener Luft auf den Tasten zwar nicht, können jedoch mehrere Stunden überleben und vom nächsten Benutzer wieder mitgenommen werden", so die Hygieneexpertin.

Der auf den Tastaturen gefundene Staphylococcus Aureus ist ein Krankheitserreger, der bei etwa 25 bis 30 Prozent aller gesunden Menschen vorkommt. "Er ist üblicherweise im Nasenvorhof angesiedelt und gelangt leicht auf die Hände, da wir uns oft ungewollt mit den Händen in die Nase fahren. Gesunde Haut hält dieses Bakterium für gewöhlich gut in Schach, Probleme können bei einer Wunde entstehen", so Diab-Elschahawi.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail:
pressetext.austria
   
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