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pte20090701020 Bildung/Karriere, Unternehmen/Finanzen
Schüler und Studenten reißen sich um Ferienjobs
Stellenmarkt für Uni-Absolventen vor dem Überlaufen
Berlin (pte020/01.07.2009/11:50) - Die Arbeitsmarktbedingungen könnten für Nachwuchstalente und Aushilfskräfte in diesem Jahr kaum schlechter sein. Während sich Unternehmen immer stärker darauf konzentrieren, ihre bestehende Belegschaft durch die Rezession zu bringen, bleiben Schüler, Studenten und Uni-Absolventen auf der Strecke. Zwar gilt Ausbildung gerade in Krisenzeiten als wichtige Voraussetzung für Chancen im Arbeitsmarkt, wie etwa die Bundesagentur für Arbeit http://www.arbeitsagentur.de unterstreicht. Ein Jobgarant ist sie den einbrechenden Marktdaten für Einstiegsstellen und Übergangsjobs zufolge dennoch nicht. Besonders in der kommenden Feriensaison dürften viele Bewerber ungewollt über viel Freizeit verfügen. "Der Konjunktureinbruch spiegelt sich auch in den Arbeitsmarktaussichten für Akademiker wider und nimmt kurzfristig Einfluss auf ihre Einstiegschancen", meint Christiane Konegen-Grenier, Hochschulreferentin am Institut der deutschen Wirtschaft Köln http://www.iwkoeln.de , im Gespräch mit pressetext. Schlechter ausgebildete Jobsuchende dürfte die Krise erwartungsgemäß aber noch härter treffen als Uni-Abgänger. "Langfristig wird der Bedarf an Hochschulabsolventen angesichts der demografischen und strukturellen Faktoren wie etwa der technologischen Entwicklung wieder steigen", erklärt Konegen-Grenier gegenüber pressetext. Besonders Akademiker aus den Bereichen Technik und Wirtschaft würden in Zukunft wieder stark nachgefragt. Die Aussichten für Schüler und Studenten variieren je nach Branche und Tätigkeit. So gelten neue Jobs etwa im Automobilsektor als auch in der Zulieferindustrie der Hersteller als Rarität. Besonders mit Aushilfstätigkeiten würden in diesem Jahr vielmehr bereits angestellte Mitarbeiter betraut, die angesichts der drastischen Produktionskürzungen unterbeschäftigt sein könnten. Der Arbeitsagentur zufolge ist das Angebot an Ferienjobs gegen Null eingebrochen. Akademiker können im internationalen Vergleich aber noch relativ zuversichtlich in die Zukunft blicken. So ist der Stellenmarkt für Uni-Abgänger etwa in Großbritannien um 20 Prozent eingeknickt. Statt Arbeit wartet dank gestiegener Studiengebühren vorerst ein hoher Schuldenberg auf drei Mio. Studenten, die Kredite mit einem Volumen von 26 Mrd. Pfund (rund 30 Mrd. Euro) bedienen müssen. Jeder zweite soll vorerst jedoch ohne Job bleiben. (Ende)
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