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Do, 09.02.2012
pte20090625010 Produkte/Innovationen, Umwelt/Energie
Hohm verspricht niedrigere Stromrechnung
Microsoft präsentiert kostenloses Energiemanagement-Tool
Redmond (pte010/25.06.2009/11:00) - Der Microsoft-Konzern hat im Rahmen der Edison Electric Institute Utility Conference mit "Hohm" http://mshohm.orcsweb.com eine Webanwendung zur Optimierung des Energieverbrauchs privater Haushalte vorgestellt. US-Verbrauchern soll es mit dieser Applikation möglich sein, ihren Stromverbrauch über die Auswertung ihrer Verbrauchsdaten auf der Grundlage von Modellen amerikanischer Energiebehörden wie dem Lawrence Berkeley National Laboratory http://www.lbl.gov in den Griff zu bekommen. Hohm wird vorerst von den Usern selbst mit Daten gefüttert und soll Stromrechnungen über automatisch generierte Verbrauchsempfehlungen senken. Microsofts neueste Errungenschaft läuft auf Basis der Cloud-Plattform Windows Azure und wird in den nächsten Monaten nur in der Betaversion vorliegen. "Was im Bankenwesen in Form von Online-Banking-Applikationen längst Realität geworden ist, wird künftig auch in der Stromversorgungswirtschaft gang und gäbe sein", sagt Troy Batterberry, zuständiger Produktmanager von Microsoft, gegenüber Cnet. Dafür soll bald ein Software-Development-Kit zur Verfügung stehen, das Stromanbieter nutzen können, um die Verbrauchsdaten ihrer Kunden verfügbar zu machen. In weiterer Zukunft soll Hohm an deren Versorgungsmanagementsysteme angebunden werden, was ein automatisches Auslesen und Auswerten von Verbrauchsdaten in Aussicht stellt. Microsoft arbeitet in den Vereinigten Staaten bereits mit Energieversorgern aus dem Großraum Seattle sowie aus Kalifornien zusammen. In Redmond verfolgt man aber auch Kooperationen mit Unternehmen aus dem SmartMetering-Bereich wie etwa Landis & Gyr http://www.landisgyr.com , die auf Basis von netzwerkfähigen Stromzählern intelligente Energiemanagementsysteme entwickeln (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090520017/). Mit Einverständnis der Verbraucher wäre so in absehbarer Zeit eine effiziente, software-basierte Steuerung von Klimaanlagen und Heizungen denkbar. Aus demselben Grund soll Microsoft auch die Zusammenarbeit mit Herstellern von Haushaltsgeräten suchen. Mit Hilfe von datenfähigen Zwischensteckern könnten Verbrauchsdaten einzelner Geräte ermittelt und in Anwendungen wie Hohm gespielt werden. Ein Einsatz von Hohm als reine Armatur zur Sichtbarmachung des persönlichen Stromverbrauchs ist genauso denkbar wie als Informationsschnittstelle im nachfrageseitigen Energiemanagement. "Wir hoffen natürlich, möglichst viele Produzenten von SmartMetern von der Unterstützung der für Hohm relevanten Datenformate überzeugen zu können", so Batterberry weiter. Energiemanagement wird jedenfalls im Business- wie Privatsegment als ein künftiger Milliardenmarkt angesehen. "Hohm wird momentan lediglich in Nordamerika verfügbar sein", sagt Thomas Baumgärtner, Sprecher Microsoft Deutschland, im Gespräch mit pressetext. Der Dienst richte sich nicht an europäische Stromkunden, was Baumgärtner auch mit der hierzulande deutlich höheren Aufmerksamkeit in Energie- und Umweltfragen begründet. "Europa ist hier bereits etwas weiter als die USA. Die Nachfrage nach diesen Diensten ist sehr stark und wir haben in Deutschland auch schon entsprechende Kooperationen mit Yello Strom umgesetzt", so Baumgärtner. Der Trend geht bereits stark in Richtung von intelligenten Systemen, die den Stromverbrauch automatisch erfassen und Tipps zur Regulierung und Einsparung geben. Darüber hinaus können intelligente Systeme aber auch gezielt Stromfresser identifizieren und den Stromkunden anschließend darauf hinweisen, dass beispielsweise der alte Kühlschrank gegen einen energieeffizienteren ausgetauscht werden sollte. (Ende)
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