pte20090608016 in Business
Digitalumstellung verschärft US-TV-Krise
Sender befürchten Zuseherverluste durch Analog-Abschaltung
Washington (pte016/08.06.2009/12:00)
Die für 12. Juni angesetzte Umstellung von analogem auf digitales Antennenfernsehen könnte für viele US-amerikanische TV-Stationen zu keinem schlechteren Zeitpunkt erfolgen. Nachdem die Regierung den Fernsehanbietern die endgültige Abschaltung des analogen TV-Signals ursprünglich als große Chance verkauft hatte, um sich selbst und die eigenen Inhalte in moderner Form einem breiteren Publikum präsentieren zu können, macht sich nun erstmals Ernüchterung breit. So befürchten vor allem die kleineren lokalen Sendeanstalten, die von der gegenwärtigen Krise im Werbeanzeigengeschäft am stärksten betroffen sind, dass sich durch die Umstellung ihre ohnehin bereits angeschlagene wirtschaftliche Situation noch weiter verschärfen könnte. Da viele Haushalte insbesondere in den kleineren regionalen Märkten der USA bislang immer noch nicht auf den digitalen TV-Empfang gewechselt hätten und auch keine entsprechende Absicht erkennen ließen, müsse man sich Sorgen machen, durch die Umstellung Zuseher zu verlieren, heißt es in einem Bericht des US-Branchenblattes Variety.
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