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pte20090530003 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Aufregung um Susan Boyle vor Castingshow-Finale
Gesangsstar kämpft mit Schönheitsideal und medialer Häme
Susan Boyle gilt als haushohe Favoritin für den Sieg im Finale (Foto: talent.itv.com)
Susan Boyle gilt als haushohe Favoritin für den Sieg im Finale (Foto: talent.itv.com)

London (pte003/30.05.2009/06:05) - In Großbritannien geht heute, Samstag, das große Finale der TV-Castingshow "Britain's Got Talent" http://talent.itv.com über die Bühne. Obwohl der offizielle Gewinner erst in den Abendstunden ermittelt wird, steht der Sieger des britischen Pendants zu "Deutschland sucht de Superstar" für viele schon vor Beginn der Sendung fest. Susan Boyle, so der Name der stimmgewaltigen Schottin, wird in Buchmacherkreisen als haushohe Favoritin gehandelt und hat in Internet- und Medienkreisen bereits Starcharakter erlangt. Die 47-jährige arbeitslose Hausfrau aus der schottischen Kleinstadt Blackburn, die optisch eigentlich so gar nicht dem heute in den Medien präsenten Schönheitsideal entspricht, hat aber auch mit der Schattenseite ihrer plötzlichen Berühmtheit zu kämpfen. So wurden erst gestern noch Gerüchte laut, dass Boyle aufgrund des enormen Drucks und mehrfacher öffentlicher Häme durch die Presse noch vor dem Finale aus der Sendung aussteigen würde. Auf der Webseite der TV-Show werden derartige Pläne aber vehement dementiert.

Als Grund für die nach anfänglich überaus positiven Reaktionen zunehmend bösartigen Kommentare gegen Boyle in den Medien gilt in erster Linie ihr ungewohnt natürliches TV-Auftreten, das fernab von jeglichem heutigen Schönheitsideal anzusiedeln ist. "Jede Casting-TV-Show definiert vorab bestimmte Zielvorgaben, die festlegen, welche Art von Talent gesucht werden soll. Diese grundsätzliche Ausrichtung bestimmt dann auch gleichzeitig, welches Schönheitsideal im Rahmen des Wettbewerbs im Zentrum des Interesses steht", erklärt Petra Fink, Sprecherin der deutschen Free-TV-Sender von ProSiebenSat.1 http://www.prosiebensat1.com , im Gespräch mit pressetext. Bei Musik-Talentshows wie "Britain's Got Talent" sei deshalb vordergründig die musikalische und gesangliche Begabung für die schlussendlichen Erfolgsaussichten eines Kandidaten ausschlaggebend. "Natürlich hat auch der optische Eindruck einen gewissen Stellenwert. Im Gegensatz zu Sendungen wie 'Germany's Next Topmodel' ist er dort allerdings nicht von entscheidender Bedeutung", betont Fink.

Dafür, dass bei der Suche nach den musikalischen Superstars von morgen das Aussehen keine gewichtige Rolle spielt, sei die britische Castingshow das beste Beispiel. "Wenn es eine Kandidatin wie Susan Boyle bis in das Finale schaffen kann, ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass man kein Laufstegmodell sein muss, um dort Erfolg zu haben. Das Schönheitsideal definiert sich in diesem Fall nicht durch die äußerliche Erscheinung des Kandidaten", stellt Fink fest. Dass Boyle aufgrund ihrer erlangten Bekanntheit quasi über Nacht mit einem unglaublichen medialen Druck zu kämpfen habe, sei dabei keine große Überraschung. "Was Castingshows auf unseren Sendern betrifft, werden die Teilnehmer von unseren Redaktions- und Produktionsteams sehr umfassend betreut. Einen eigenen Psychologen haben wir hierfür aber nicht. Die Bewerber müssen sich selbst darüber im Klaren sein, dass sich durch ihre Teilnahme auch der breiten Öffentlichkeit aussetzen", so Fink.

"Die Aufmerksamkeit, die den Kandidaten zukommt, ist einfach unglaublich. Sie sind keine Profis, sondern Amateure, von denen noch vor wenigen Wochen niemand etwas gehört hat", schreibt "Britain's Got Talent"-Juror Piers Morgan in seinem Weblog. Allein Gott wisse, wie sich Boyle derzeit angesichts des enormen öffentlichen Drucks fühle. Das hohe Maß an hämischen Kommentaren, der sie seit einiger Zeit in den Medien ausgesetzt werde, sei "schockierend und empörend. Aber was auch immer passiert, ich bin fest davon überzeugt, dass Susan ein großer Star werden wird. Ich gehe jede Wette ein, dass sie auf die öffentlichen Angriffe mit der Performance ihres Lebens im Finale antworten wird", meint Morgan.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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