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Do, 09.02.2012
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pte20090519020 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
MySpace: Anzeigengeschäft in Gefahr
Sinkende Seitenaufrufe werden zu ernsthaftem Problem
MySpace muss sich um Werbegelder sorgen (Foto: myspace.com)
MySpace muss sich um Werbegelder sorgen (Foto: myspace.com)

New York (pte020/19.05.2009/11:21) - MySpace http://www.myspace.com gerät immer stärker unter Druck. Nachdem Hauptkonkurrent Facebook http://www.facebook.com das einstmals führende soziale Netzwerk in puncto Userzahlen bis auf die USA bereits in den meisten Regionen der Welt überholt hat, erzeugen kontinuierlich sinkende Pageviews nun ein weiteres Problem. Wie das Branchenportal Techcrunch berichtet, wird MySpace zwar immer noch von den Nutzern besucht, allerdings deutlich seltener als in der Vergangenheit. Das wirkt sich gleichzeitig negativ auf das Werbegeschäft aus, weil weniger Seitenaufrufe auch weniger Klicks auf Online-Anzeigen bedeuten.

Laut jüngsten comScore-Erhebungen sanken die monatlichen Pageviews auf MySpace von 47,4 Mrd. im Vorjahr auf nur mehr 38 Mrd. im April dieses Jahres. Das bedeutet einen Rückgang von 20 Prozent, während die Zahlen bei Facebook im selben Zeitraum von 44 Mrd. auf 87 Mrd. anstiegen - ein Zuwachs von knapp 100 Prozent. Auch was den US-Markt betrifft, der bislang noch die stärkste Region für MySpace ist, zeigt sich ein dramatischer Schwund bei den Pageviews. Die Zahlen gingen jährlich um etwa 16 Prozent zurück, während Facebook auch hier um 13 Prozent zulegte.

Das Werben in den sozialen Netzwerken gestaltet sich grundsätzlich nicht so einfach, wie sich viele anfangs erhofften. Umso stärker bemühen sich die Plattformen darum, die passenden Werbemodelle zu finden. Facebook hatte Ende 2008 beispielsweise ein neues interaktives Anzeigenformat gestartet, um die Werbung den Nutzergepflogenheiten besser anzupassen (presstext berichtete: http://pressetext.at/news/081111033/). Ob sich solche Konzepte langfristig bewähren werden, bleibt abzuwarten. "Die Werbebranche muss erst einmal mit dem Konsumenten, der sich in einem sozialen Gefüge befindet, klarkommen. Der Social-Media-User wird zunehmend resistent in Bezug auf Werbeformen aus dem Bereich Web 1.0", so Branchenkenner David Nelles, Unternehmenssprecher der Internetagentur ethority http://www.ethority.de, gegenüber pressetext. Im Werbeumfeld 2.0 sei nicht der Klick wichtig, sondern der Nutzer stehe im Mittelpunkt.

MySpace steht nun nicht nur vor dem grundsätzlichen Problem, Werbung erfolgreich umzusetzen, sondern läuft Gefahr, in einen Abwärtsstrudel zu geraten, der sich so einfach nicht mehr stoppen lässt. Beobachter gehen inzwischen davon aus, dass die Seite in einem Jahr bereits unprofitabel sein wird. Vergangenes Jahr machte der Umsatz noch mehr als 800 Mio. Dollar aus. Für 2009 liegen die Schätzungen bei nur noch rund einer halben Mrd. Dollar.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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