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pte20090515033 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht
Obama macht Kreditkartenfirmen Gebühren streitig
Reform soll Verbrauchern zu fairen Konditionen verhelfen
US-Verbraucher in der Schuldenfalle (Foto: pixelio.de, h.lunke)
US-Verbraucher in der Schuldenfalle (Foto: pixelio.de, h.lunke)

Washington (pte033/15.05.2009/16:23) - Ein Reformvorschlag des US-Präsidenten Barack Obama könnte die angeschlagene Finanz- und Kreditkartenbranche um bis zu 15 Mrd. Dollar pro Jahr bringen. Gleichzeitig sollen durch die Gesetzesänderung jedoch die Verbraucherrechte gestärkt werden. Im Zuge der Reform des Kreditkartenwesens sieht der Vorschlag des US-Präsidenten übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge vor, Strafgebühren und Zinsen auf ausstehende Schuld-Rückzahlungen auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. Während die Zahl jener Kreditkartennutzer, die ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können, mittlerweile auf ein "besorgniserregendes Niveau" gestiegen sei, würden die Institute bei den Konsumenten weiterhin abkassieren. Dadurch werde die ohnehin angeschlagene US-Wirtschaft zusätzlich belastet. Darüber hinaus droht die Kreditkartenblase aufgrund weiterer Schulden zu platzen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090511016/).

"Genug ist genug", unterstreicht Obama, der "einen starken und verlässlichen Schutz der Konsumenten" fordert. Die dafür vorgesehene Reform müsse auf Transparenz, Rechenschaftspflicht und beidseitiger Verantwortung beruhen. Die Banken-Stresstests attestieren jenen Finanzinstituten, die Kreditkarten ausgeben, höhere Ausfallrisiken als bislang angenommen. So könnten sich in den kommenden Jahren über 20 Prozent der Schuldbestände als faul erweisen. Angesichts der wachsenden Arbeitslosigkeit steigt der Anteil überschuldeter Haushalte und Verbraucher. Allein beim Kreditkartenkonzern American Express ist die Ausfallrate zuletzt auf ein neues Rekordniveau von 8,8 Prozent gestiegen.

Insgesamt droht den Finanzhäusern bis Ende 2010 ein Verlust von 82,4 Mrd. Dollar aufgrund von Zahlungsausfällen. Gemessen an den Gesamtschulden von 963 Mrd. Dollar, die noch im Januar auf Kreditkarten US-amerikanischer Verbraucher lasteten, erscheint das Ausfallrisiko zwar relativ gering. Künftig zumindest teilweise auf die Einnahmen durch Strafgebühren und Zinsen in Höhe von jährlich 15 Mrd. Dollar verzichten zu müssen, dürfte jedoch umso schmerzhafter sein. Allerdings sind es jene Gebühren und das Leben auf Pump, die den Schuldenberg der Konsumenten erst derart deutlich anschwellen ließen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/081115011/). Dabei werden insbesondere Forderungen von Banken kritisiert, die im Zuge der Finanzkrise staatliche Hilfsgelder erhalten haben. Allein jene Institute, die am Kreditkartenwesen beteiligt sind, haben bislang Zuwendungen von über 120 Mrd. Dollar erhalten, im Gegenzug jedoch Zinsen und Gebühren erhöht.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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