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Mi, 08.02.2012
pte20090508012 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Pumas Überschuss schmilzt um 94 Prozent
Lagerbestände und Restrukturierungskosten drücken Aktie ins Minus
Herzogenaurach/Hamburg (pte012/08.05.2009/11:30) - Der Sportartikelhersteller Puma http://www.puma.de muss für das erste Quartal einen ähnlich starken Gewinnrückgang wie Konkurrent Adidas http://www.adidas.de hinnehmen und plant, seine jährlichen Kosten um bis zu 150 Mio. Euro zu reduzieren. Wie der fränkische Konzern in der Nacht auf heute, Freitag, nach Börsenschluss bekannt gab, reduzierte sich der Gewinn wegen der schlechten Wirtschaftslage in den vergangenen drei Monaten um satte 94 Prozent auf 5,6 Mio. Euro. Auch Erzrivale Adidas hatte zu Beginn des Jahres einen Gewinneinbruch von 97 Prozent auf rund fünf Mio. Euro hinnehmen müssen. Obwohl Adidas im Vergleich zu Puma wesentlich größer ist, wollen Letztere nun viel stärker auf die Kostenbremse treten. "Das Konsumumfeld hat sich nicht nur für Puma, sondern auch für Nike und Adidas in vielen wichtigen Märkten im Vergleich zum Vorjahr geändert. Die Branche steht daher unter Druck und bekommt den Gegenwind der Rezession zu spüren", so Thilo Kleibauer, Analyst bei der Privatbank M.M.Warburg & CO http://www.mmwarburg.com , im Gespräch mit pressetext. Laut dem Insider sind die Sportartikelhersteller dazu gezwungen, entsprechende Maßnahmen vorzunehmen und Kosten einzusparen. Die von Puma ausgewiesene Zahl von 150 Mio. Euro bewertet Kleibauer hingegen als "ambitioniertes Ziel". Wie viele Unternehmen kämpft auch Puma derzeit mit hohen Lagerbeständen, die erst einmal abgebaut werden müssen und das Ergebnis zu hoher Erwartungen des Vorjahres sind. Die Börsianer zeigen sich nur bedingt vom rigorosen Einsparkurs durch Puma-Chef Jochen Zeitz überzeugt. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:26 Uhr) notiert das Puma-Papier mit 4,66 Prozent im Minus bei 154,45 Euro. Nicht nur die Verschärfung der Kostenstruktur, sondern vor allem der massiv einbrechende Gewinn dürfte für Verunsicherung gesorgt haben. Das Sparprogramm sieht unter anderem vor, dass unrentable Geschäfte geschlossen werden. So stehen neben der Überprüfung unter Umständen auch Kündigungen von Werbeverträgen mit Sportstars zur Debatte. Das Unternehmen will sich aggressiv der Krise entgegenstellen. Analysten sehen dies als nötigen Schritt, da das Sparprogramm die Bilanz im ersten Quartal bereits mit 75 Mio. Euro belastet hat und die Gesamtrestrukturierung 110 Mio. Euro kostete. Weil auch Adidas große Probleme hat, den Gewinn zu steigern, sind die von Puma nicht sehr überraschend. So traf das Ergebnis vor Steuern und Sonderposten (EBT) mit 114 Mio. Euro die im Durchschnitt von Analysten errechnete Prognose. Puma, dessen Großaktionär seit 2007 der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute ist, hatte den Umsatz zuvor bereits bekannt gegeben. Danach stiegen die Erlöse der Franken in den ersten drei Monaten von 673,3 auf 697 Mio. Euro. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Amerika - hier vor allem Lateinamerika. Das Kursminus an der Börse lässt sich auch vor dem Hintergrund der vorsichtigen Jahresprognose erklären. Zeitz blieb einen konkreten Ausblick schuldig, geht aber "davon aus, dass das Geschäft im weiteren Jahresverlauf schwierig bleiben wird". (Ende)
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