VORSCHAU

PRESSETERMINE
Humboldt-Universität zu Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
23.05.2012 00:00
Gottlieb Duttweiler-Institut
23.05.2012 00:00
Cafe Landtmann
23.05.2012 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO

IR Nachrichten
22.05.2012 18:50 OMTV Communications, Inc.
22.05.2012 18:35 OMTV Communications, Inc.
22.05.2012 10:00 ADX Energy Ltd.


WETTER
Graz: Regen
21°
Innsbruck: heiter
22°
Linz: Gewitter
23°
Wien: Gewitter
23°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
MEDIEN
Mi, 23.05.2012
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20090425002 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Eltern spionieren Kinder über Handys aus
Überwachungssoftware soll Jugend vor Internetgefahren schützen
Spezielle Handy-Software überwacht die Online-Aktivitäten der Kinder (Foto: mymobilewatchdog.com)
Spezielle Handy-Software überwacht die Online-Aktivitäten der Kinder (Foto: mymobilewatchdog.com)

San Francisco (pte002/25.04.2009/06:05) - Die Sorge um die Sicherheit der eigenen Kinder hat bei Eltern in den USA einen neuen Trend entstehen lassen. Wie CNN berichtet, geht mittlerweile eine zunehmende Zahl der Erziehungsberechtigten im Land dazu über, ihre minderjährigen Sprösslinge mithilfe spezieller Software zu überwachen, die großteils ohne das Wissen der Betroffenen auf den Handys des eigenen Nachwuchses installiert wird. Programme wie My Mobile Watchdog http://www.mymobilewatchdog.com oder Mobile Spy http://www.mobile-spy.com protokollieren dann die über das Mobiltelefon geführte Internetkommunikation der Jugendlichen mit und machen sie über eine spezielle Webseite für die Eltern zugänglich. Diese sehen in den technischen Hilfsmitteln eine wirksame Schutzmöglichkeit, um die eigenen Kinder vor Bedrohungen wie sexuellen Übergriffen oder ungeeigneten Webinhalten zu bewahren.

"Eine derartige Kontrollmaßnahme, die auf die Überwachung der eigenen Kinder setzt, halte ich prinzipiell nicht für einen geeigneten Weg, um die Jugend vor den Internetgefahren zu schützen", meint Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator bei Saferinternet.at http://www.saferinternet.at , im Gespräch mit pressetext. Dass die Eltern dadurch einen Einblick in die Online-Aktivitäten ihrer Sprösslinge erhalten, löse das Jugendschutzproblem im Netz nicht. "Die Eltern sollten stattdessen das direkte Gespräch mit ihren Kindern suchen, um sie über mögliche Risiken und Gefahren, die im Web auf sie lauern, aufzuklären. Um die Jugend erfolgreich zu kritischen Nutzern der neuen Medien erziehen zu können, ist eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb der Familie erforderlich", betont Jungwirth. Das Ziel der Erziehungsberechtigten sollte dabei stets die Aufklärung und Begleitung des Nachwuchses sein und nicht die Überwachung.

Für besonders problematisch hält der Saferinternet-Projektkoordinator, dass die Eltern die entsprechende Überwachungssoftware ohne die vorherige Einwilligung der Betroffenen auf die Handys der Kinder schleusen würden. "Eltern sind die zentralen Ansprech- und Vertrauenspersonen für ihre Kinder. Es ist zwar wichtig und richtig, dass sie sich dafür interessieren, was ihr Nachwuchs im Internet treibt. Durch die geheime Überwachung können sie aber ganz leicht das Vertrauensverhältnis mit ihren Sprösslingen zerstören", gibt Jungwirth zu bedenken. Technische Lösungen wie die oben genannten Handy-Programme seien zudem nur bedingt sinnvoll, wenn es um die Verbesserung des Jugendschutzes gehe. "Solche Hilfsmittel machen nur in der Anfangsphase, in der Minderjährige ihre ersten Schritte im Web unternehmen, einen Sinn. Durch spezielle Filter-Software lässt sich etwa der Zugang zum Netz nur auf bestimmte unbedenkliche Webseiten beschränken", erläutert Jungwirth.

Hintergrund des Überwachungsvorstoßes der US-Elternschaft ist vor allem die steigende Zahl der bekanntgewordenen Fälle, bei denen Minderjährige über das Internet entweder sexuell belästigt oder mit für sie ungeeignetem Material in Berührung gebracht worden sind. Insbesondere das sogenannte "Sexting", das Aufnehmen und Verschicken von Nacktfotos über das Mobiltelefon, hat sich bei US-Teenagern inzwischen zu einem ernstzunehmenden Problem entwickelt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090327002/).

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
FACEBOOK
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising