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Sa, 04.02.2012
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pte20090421032 Auto/Verkehr, Forschung/Technologie
Erster Prototyp von Scuderi-Motors weckt Hoffnungen
Wirkungsgradwunder stößt auf breites Interesse in der Autoindustrie
Scuderi verspricht Abgasreduktion  (Foto: obs/theScuderiGroup)
Scuderi verspricht Abgasreduktion (Foto: obs/theScuderiGroup)

Detroit/Stuttgart (pte032/21.04.2009/13:55) - Die Scuderi Group http://www.scuderigroup.com/ hat auf dem SAE World Congress 2009 in Detroit http://www.sae.org/congress/ einen ersten Prototypen des Scuderi Split-Cycle-Motors vorgestellt. Es handelt sich um einen 1-Liter-Benzinsaugmotor, in dem die vier Arbeitstakte eines herkömmlichen Motors - Einlass, Kompression sowie Verbrennung und Auslassen - auf zwei Zylinderpaare verteilt werden. Mit der Vorstellung dieses Prototypen hat Scuderi einen wichtigen Schritt in Richtung eines massiv reduzierten Stickoxidausstoßes gemacht. Der potenziell wesentlich höhere Wirkungsgrad des Motors lässt auch eine 50prozentige Reduktion des Kraftstoffverbrauchs realistisch erscheinen. Die von zahlreichen Patenten geschützte Entwicklung der in Massachusetts ansässigen Firma stößt auf breites Interesse in der Kraftfahrzeugindustrie, da sich Entwicklungs- und Produktionskosten im Vergleich zu alternativen Antriebsquellen in Grenzen halten würden.

Der Wirkungsgrad eines durchschnittlichen Verbrennungsmotors liegt derzeit bei rund 35 Prozent. Ein Großteil der im Kraftstoff enthaltenen Energie geht in Form von abgegebener Hitze oder als unverbrannter Kraftstoff über das Auspuffrohr verloren. Im Falle des Scuderi-Motors übernimmt ein Zylinder das Ansaugen und Verdichten, der andere das Verbrennen und Ausstoßen des Abgases. Ein Ventilsystem verbindet beide Zylinder, worüber die hochverdichtete Luft in den zweiten Zylinder gelangt. Dadurch können beide Zylinder für ihre jeweilige Aufgabe optimiert werden, sodass im Zuge des Verdichtungsprozesses ein Druck von 50 bar erreicht werden soll. Der Vorteil dieser extremen Luftverdichtung ist, dass der Kraftstoff, sobald die Luft in den zweiten Zylinder gelangt, erst nach dem Erreichen des oberen Totpunkts gezündet werden kann. Dies alleine verspreche eine Effizienzsteigerung von 20 Prozent und eine massive Reduktion der Stickoxidwerte, kündigte Lutz Deyerling, Vice President von Scuderi Europe, im Spiegel an. Prognosen stützten sich jedoch bislang ausschließlich auf Computersimulationen.

"Das Projekt wurde uns im Rahmen einer kompakten Präsentation bereits vorgestellt. Volkswagen ist grundsätzlich für jegliche Ansätze zur Reduktion von Schadstoffemissionen oder für Effizienzsteigerungen in der Motorentechnologie offen", sagt Peter Weisheit, Technologie-Sprecher bei Volkswagen Deutschland, im Gespräch mit pressetext. Eine profunde Evaluierung des Konzepts von Scuderi sei jedoch nötig, um das Potenzial der Technologie im Detail einschätzen zu können. "Wir haben die Forschungen von Scuderi genau beobachtet. Angesichts der realistischen Potentiale lohnt es sich, näher hinzuschauen", heißt es bei Daimler-Benz. Mit der Robert Bosch AG lieferte ein führender Zulieferer im Automotivbereich Komponenten an Scuderi. Auch Peugoet/Citroen und Honda haben Nichtpreisgabeabkommen mit Scuderi geschlossen, um die Technologie erforschen zu können.

Die Scuderi-Technologie ließe sich auch mit geringem finanziellen Aufwand zu einer Drucklufthybridmaschine erweitern. Dafür müsste lediglich ein permanenter Druckluftspeicher zwischen die beiden Zylinder geschalten werden. Jedenfalls wird eine Steigerung des Motorwirkungsgrades um 40 Prozent in Aussicht gestellt. Der Prototyp wird im Rahmen der Stuttgarter Engine Expo Messe http://www.engine-expo.com im Juni in Deutschland vorgestellt. Auch die Prüfstandsdaten sollen bis dahin vorliegen. Firmengründer Carlo Scuderi war eigentlich Experte für Thermodynamik. Da die von ihm entwickelte Technik jedoch auf herkömmliche Verbrennungsmotorentechnologie aufbaut, könnten im Falle der Marktreife Milliarden Euro an Entwicklungs- und Produktionskosten eingespart werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Nikolaus Summer
Tel.: +43-1-81140-306
E-Mail:
pressetext.austria
   
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