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Mo, 20.04.2009 14:05
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pts20090420031 Medizin/Wellness, Politik/Recht
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Österreichs Gaststätten jetzt schon nur mehr Raucherkuchln

Krebspatienten und chronisch Kranke decken Selbstmordlokale auf
Krebspatienten für Krebspatienten
Krebspatienten für Krebspatienten
[ Fotos/PDFs ]

Wien (pts031/20.04.2009/14:05) - Die Beschwerden der Nichtraucher über die unzumutbaren Verhältnisse in Österreichs Gaststätten sind mehr als berechtigt (Anlagen). Fast niemand von den Gastwirten kümmert sich um das Wohl der Gäste, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter und schon gar nicht um das Tabakgesetz. Auch Touristen bleiben deswegen Österreich fern. "Von zu Hause sind wir eine gute Luft beim Spaghetti essen gewohnt und nicht diesen Giftnebel", so ein Italiener in einem bekannten Restaurant in der Wiener Innenstadt der meint: "Ob wir im Sommer mit unseren drei Kindern in Wien nochmals Urlaub verbringen, müssen wir uns deswegen noch gut überlegen".

Gesundheitsminister Stöger sagt seit Monaten, das schaue ich mir zuerst einmal ein Jahr an, obwohl dabei täglich bis zu drei Menschen in Österreich an Passivrauch sterben.

Die Tabak-Lobby freut sich, denn selbst das neue, relativ zahnlose Tabakgesetz wird nicht von der Behörde exekutiert, sondern: Wer will kann täglich auf`s neue Meldungen abgeben, auch anonym. Denn wir können nur nach einer Mitteilung eines Gastes strafen, dann aber sofort, und täglich, so zuletzt der Bezirkshauptmann von Mödling über die Shopping City Süd und Gaststätten in seinem Bezirk.

Der Verein Krebspatienten für Krebspatienten, ein Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen Österreich, konnte da nicht mehr länger zuschauen. "Krebspatienten, chronisch Kranke, Betroffene, Angehörige, Bekannte, Ärzte, Studenten, Psychologen schwärmen aus und besuchen Gaststätten in ganz Österreich", so der rührige Vereinsobmann Dietmar Erlacher, der Initiator, selbst seit Jahren Mehrfachkrebspatient, Bundesobmann, sowie auch als Gründer des 1. Krebsforums Österreichs unter http://www.krebsforum.at/ ein wahrer Segen für die Krebskranken.

Vernichtendes Urteil

Die Wiener Gruppe legte sich die Latte hoch. "Wir wollen den 1. Bezirk komplett erfassen", so der Mitstreiter Clemens kampfbetont. Nach 6 Wochen wurde heute das Ergebnis in der Österreichischen Ärztekammer präsentiert (Anlagen). Anschließend überreichte Dietmar Erlacher mit seinem Team ein Paket mit Hunderten Anzeigen der Vorsteherin des 1. Wiener Gemeindebezirkes. Deutliche Zahlen und eine übersichtliche Graphik sprechen für sich (Anlagen). Ein großes Lob gebührt der Initiative von Dietmar Erlacher und seinem Team, der Vorsorge im wahrsten Sinne des Wortes groß schreibt, und der unfähigen Politik den Spiegel vorgehalten hat, so ein Bürgermeister von Niederösterreich. Nicht nur Lungenkrebs, auch Blasenkrebs bekommen die Raucher. Beide Krebsarten enden meist tödlich, wenn nicht Vorsorge mit Lungenröntgen, oder auch mit dem NMP22 Tumormarker und Hexvix Blaulichtblasenspiegelung regelmäßig durchgeführt wird, so ein bekannter Urologe aus Wien.

Ohne Rauch geht's auch

"Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher fordern ein sofortiges Rauchverbot in den Gaststätten. Dass 1/3 Raucher 90 % der Lokale beherrschen, ist eine Frechheit und der Gesundheit extrem schädigend", so Erlacher, der nie geraucht hat, aber beruflich viel in Gasthäusern war. Rauchen ist für 90 % aller Krebserkrankungen verantwortlich; viele sagen, man soll den Tabak verbieten.

Ärzte am Podium klärten auf über die Tabakkrankheiten beim Ungeborenen, bei Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Aber auch die Feinstaubbelastung ist enorm, weiß Prof. Dr. Neuberger, Internist und Verfasser von dutzenden Untersuchungen über die todbringende Schädlichkeit von Tabak. Auch belegte er, dass trotz der Tabaksteuer die Zigaretten noch immer einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen. "Der Preis der Zigaretten müsste verdoppelt werden, aber besser wäre es, den Tabak zu verbieten." (Anlagen).

"Wir haben Gesundheitsminister Stöger den Rücken gestärkt. Jetzt darf er nicht mehr länger zuschauen, soll sofort alle Gaststätten mit Rauchverbot belegen. Bis dort hin soll die Behörde ausschwärmen und kassieren. Wie kommen wir Bürger dazu ein unsinniges Gesetz zu exekutieren", so ein engagierter Robert. Gedankt hat er den Gebietskrankenkassen, aber zugleich gefordert: "Jeder Raucher der aufhören will, soll kostenlos eine Psychotherapie und Medikamente bekommen. Schließlich ist Rauchen die gleiche Sucht wie für den Kranken am Karlsplatz."

Totales Rauchverbot in allen Gaststätten

"Den Gastwirten kann geholfen werden", so der Kämmerer Erlacher. Sie brauchen keine teuren Kredite für die Umbauten und die Bürger brauchen kein Steuergeld für Kreditzuschüsse bezahlen. Ein Rauchverbot in allen Gaststätten kommt doch schon 2013 durch die EU. Österreich darf nicht bis dort hin eine in Europa eingekapselte Insel der Lungen- und Blasen- und Kehlkopfkrebse sein, denn in Österreich sind die meisten Raucher der ganzen Welt (Anlagen).

Tourismus

Nicht nur die Vereinigung aller Einkaufszentren, auch die Hoteliers wollen ein totales Rauchverbot in allen Gaststätten. "Alles andere ist eine geschäftsschädigende Wettbewerbsverzerrung, zudem sich die meisten nicht danach halten", meint der Hotelier Roland aus Kärnten, der zuletzt seine Kollegen anzeigte, vor lauter Ärger.

In Tirol hingegen zeigt sich, dass die Gäste rauchfreie Lokale verlangen. "Ich bin rauchfrei", so ein Wirt in Seefeld, "denn die meisten Gäste wollen das, die schauen auf ihre Gesundheit".

Aufruf

Dietmar Erlacher fordert die Österreicherinnen und Österreicher auf, Missstände sofort zu melden, wenn täglich, dann eben täglich aufs Neue. Das geht selbstverständlich auch anonym, mit einem Brief. Fax oder Email an die Bezirkshauptmannschaft, ohne Absender! Die Selbsthilfegruppen in ganz Österreich sind behilflich; man kann sich auch an die Zentrale wenden, mit kontakt@krebspatient.at, oder an den Initiator unter Tel. 0650-577-2395.

"Wir werden alle gesundheitsbewussten Menschen in Österreich unterstützen, bis kein Rauch mehr in den Gaststätten aufgeht", lässt Erlacher Gesundheitsminister Stöger ausrichten und verweist auf die Homepage http://www.sis.info , wo ab 1.5.2009 auch Informationen ins Netz gestellt werden.

Erlacher fordert aber auch die Gaststätten auf, sich bei ihm zu melden. "Wir suchen Rauchfreie Gaststätten wie eine Nadel im Heuhaufen. Für 300.000 Einwohner in Donaustadt/Floridsdorf fanden wir bisher nur ein rauchfreies Restaurant."

(Ende)

Aussender: Krebspatienten für Krebspatienten
Ansprechpartner: Dietmar Erlacher
Tel.: +43-(0)6505772395
E-Mail:
Krebspatienten für Krebspatienten
   
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