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Fr, 10.02.2012
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pte20090415037 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht
Kartellämter drehen Wasserbranche den Hahn zu
Preisgestaltung soll strengerer Aufsicht unterstellt werden
Wasserpreise stehen vor stärkerer Regulierung (Foto: pixelio.de, pauline)
Wasserpreise stehen vor stärkerer Regulierung (Foto: pixelio.de, pauline)

Frankfurt/Bonn (pte037/15.04.2009/16:15) - Die deutschen Kartellbehörden nehmen die freizügige Preisgestaltung der Wasserversorger ins Visier. In Zukunft könnte das höchst rentable Geschäft einer stärkeren Regulierung unterstellt werden. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, sollen vorgegebene Preissenkungen schneller umgesetzt und die Branche einer strengeren Aufsicht unterstellt werden. Bei der Preisgestaltung setzen die Behörden künftig auf eine einheitliche Vorgehensweise. "In den Kartellrechtsverfahren wird angestrebt, den Verbrauchern Wasser künftig zu günstigeren Konditionen verfügbar zu machen", heißt es seitens des Bundeskartellamts http://www.bundeskartellamt.de auf Nachfrage von pressetext. Nach einer Regelverschärfung könnten Kunden sogar mit Rückzahlungen rechnen.

Zwar stoßen die Pläne der Kartellbehörden besonders in der Wirtschaft aber auch in der Politik noch auf Widerstand. Experten zufolge sitzt die Wasserindustrie in Deutschland jedoch auf einem Monopol, das je nach Region zu höchst differenzierten Preisen führt. Die Kosten pro Kubikmeter Wasser würden zwischen 50 Cent und vier Euro schwanken. Während die Versorger bisher nur einer schwachen Regulierung unterlagen, wagen die "beinahe ausschließlich zuständigen Landeskartellbehörden" dagegen nunmehr einen gemeinsamen Vorstoß. Bislang war ein Einschreiten der Behörden erst bei einem Missbrauchsverdacht gegen die Firmen bzw. die von ihnen festgelegten Preise möglich. Der Branchenverband VKU http://www.vku.de zieht einer verschärften Regulierung vielmehr eine Kostenoptimierung auf freiwilliger Basis vor.

Den Plänen der Kartellbehörden nach sollen die Missbrauchsprüfungen "erheblich verschärft werden". Dadurch könnten die Unternehmen der Wasserwirtschaft sogar zu Rückzahlungen von zu Unrecht erhobenen Beträgen der Kunden gezwungen werden. Darüber hinaus müssten Verfügungen seitens der Behörden umgehend umgesetzt werden. Derzeit ist weitgehend ungewiss, wie die Preise von den unterschiedlichen Anbietern festgelegt werden. In die Kontrolle und Aufsicht der Ämter sollen daneben künftig auch die Wassergebühren fallen, die anders als die Preise aktuell in den Händen der Kommunen liegen. Potenziell notwendige Gesetzesänderungen seien zu diesem Zweck nicht auszuschließen.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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