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Mi, 08.02.2012
pte20090414031 Forschung/Technologie, Politik/Recht
Patentanmeldungen stabilisieren sich auf hohem Niveau
AVL-List innovativstes Unternehmen des Landes
Wien (pte031/14.04.2009/13:55) - Österreichische Betriebe haben 2008 rund 3.500 Patente für technische Innovationen angemeldet. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe haben sich als Innovationsträger profiliert. Trotz des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist im Bereich Patentanmeldungen für technische Innovationen kein Einbruch registrierbar. Im Zuge der heutigen Bilanzpressekonferenz des österreichischen Patentamts wurde bekannt, dass in Oberösterreich die meisten technischen Erfindungen gemacht werden. Das steirische Unternehmen AVL-List http://www.avl.com führt mit 60 Patentanmeldungen im Jahr 2008 das Unternehmensranking an. Der Bereich Markenschutz reagierte auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sensibler. Österreichische Unternehmen haben im Vorjahr rund sechs Prozent weniger Marken schützen lassen. Der Handelskonzern SPAR tat sich im Branding besonders hervor und ließ eine Reihe von Eigenmarken beim österreichischen Patentamt schützen. "Das Unternehmen AVL-List hat sich auch im Jahr 2008 mit 60 Patentanmeldungen für technische Innovationen hervorgetan. Es handelt sich jedoch um keine Eintagsfliege", sagt Friedrich Rödler, Präsident des österreichischen Patentamts. Das Unternehmen habe in den letzten zehn Jahren 615 Patente für technische Erfindungen erlangen können. "AVL-List hat auch im Jahr 2009 schon wieder 19 Patentanmeldungen bei uns eingereicht", so Rödler weiter. "Der Innovationswunsch der Mitarbeiter ist für mich der entscheidende Faktor. Der Wunsch nach Reduktion von Schadstoff- und CO2-Emmissionen bei Antriebssystemen führt gegenwärtig zur Hybridisierung und Elektrifizierung der eingesetzten Technologien", meint Helmut List, Chairman & CEO von AVL-List. Bei AVL-List seien kleinere Budgets bis zu 10.000 Euros für Vorrecherchen und Ideenentwicklung daher unbürokratisch und schnell verfügbar. "Der Schutz des geistigen Eigentums heimischer Unternehmen ist für deren Wettbewerbsfähigkeit von zentraler Bedeutung", so List weiter. Das österreichische Förderungssystem sei in struktureller Hinsicht gut. Die öffentliche Hand müsse jedoch mehr finanzielle Mittel in die Hand nehmen. Die Privatwirtschaft Österreichs investiert rund zehn Prozent der erzielten Umätze in Forschung und Entwicklung. Die öffentliche Hand gibt derzeit lediglich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zur Förderung der heimischen Innovationskraft aus. In wirtschaftlichen Krisenzeiten bestehe die Gefahr des übertriebenen Sparens an der falschen Stelle. Eine 15-prozentige Steigerung der öffentlichen Ausgaben für Forschung und Innovation sei gerade in der Krise der richtige Weg in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft für österreichische Unternehmen. Oberösterreich hat sich sowohl was absolute als auch was pro Kopf-Statistiken betrifft als innovationsträchtigstes Bundesland erwiesen. Wien und Vorarlberg belegen in den jeweiligen Rankings die Plätze. Das österreichische Patentamt informiert innovative Unternehmen auch über ähnliche Erfindungen. Diese Serviceleistung ist für die Positionierung einzelner Unternehmen von großer Bedeutung. "Der jährliche Schaden durch Patentrechtsverletzungen kann nicht exakt beziffert werden. Die meisten Fälle enden mit einem Vergleich und werden nicht ausprozessiert", so List im Gespräch mit pressetext. Es handle sich jedoch um enorme Beträge. Allein die Verteidigung von Rechten würde Firmen wie AVL-List erhebliche Kosten verursachen. Im Bereich Markenschutz reagierten die Unternehmen in der Finanzkrise weit sensibler. Der Trend zu Entwicklung und Schutz von Eigenmarken ist aber ungebrochen, heißt es von Seiten des österreichischen Patentamts. Marken sind indes gewaltige immaterielle Werte geworden. Die Top10-Marken Österreichs stellen mit 35 Mrd. Euro einen beträchtlichen Anteil der Unternehmenswerte dar. Die Marke Red Bull ist als Spitzenreiter derzeit rund zwölf Mrd. Euro wert. (Ende)
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