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Do, 09.02.2012
pte20090403002 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Hollywood kürzt Superstar-Gagen
Bezahlung wird erst nach Abrechnung an Kinokassen festgelegt
Hollywood (pte002/03.04.2009/06:05) - Die Filmwirtschaft Hollywoods muss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Haushaltsgürtel zunehmend enger schnallen. Nachdem die großen Produktionsfirmen bereits im Rahmen der diesjährigen Oscar-Verleihung aus Kostenersparnisgründen ihren Marketing- und PR-Aufwand deutlich reduziert hatten (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090221002/), fallen nun auch die Gagen von Schauspielern der Rezession zum Opfer. So sollen sich Superstars wie Eddie Murphy, Harrison Ford, Jim Carrey, Julia Roberts oder Denzel Washington bei künftigen Engagements auch mit einem niedriger ausfallenden Honorar zufrieden geben. Dieses soll dann nicht wie bisher bereits zu Beginn des Produktionsprozesses vertraglich festgelegt werden, sondern erst nachdem die Studios eine gründliche Abrechnung der Kosten und der Einnahmen an den Kinokassen durchgeführt haben. "Die Tage, in denen die Schauspieler bezahlt bekommen haben, was immer sie wollen, sind vorbei. Das gilt auch für die Superstars", stellt Eric Gold, Hollywood-Produzent und Manager berühmter Leinwandgrößen wie Jim Carrey, gegenüber dem Wall Street Journal fest. Dabei nütze es auch nichts, das derzeit angesagteste Schauspieltalent am Markt zu sein. "Wenn das wirtschaftliche Umfeld es nicht zulässt, bedeutet das gar nichts", betont Gold. Die Studios hätten derzeit gar keine andere Wahl als die Gehälter der Stars zu kürzen, sie seien zum Sparen verdonnert. "Wenn die Produktionsfirmen Hollywoods erst abwarten wollen, wie sich ein Film an den Kinokassen entwickelt, um anschließend eine passende Gage für seine Darsteller festzulegen, ist das aus ökonomischen Gesichtspunkten durchaus sinnvoll", meint Franz Novotny, Geschäftsführer der Novotny & Novotny Filmproduktion http://www.novotnyfilm.at , auf Anfrage von pressetext. Durch diesen ertragsorientierten Ansatz ließe sich sicherlich noch einiges an Einsparpotenzial nutzen. Laut Bericht haben die größten Schauspielstars Hollywoods in der Vergangenheit nicht selten Gagen jenseits der 20-Mio.-Dollar-Marke kassiert. Oft seien die Darsteller auch über einen im Vorfeld vertraglich festgelegten Prozentsatz fest an jedem Dollar Umsatz, den eine Filmproduktion generiert, beteiligt gewesen. Dies habe sich mittlerweile aber grundlegend geändert. "Seit ungefähr sechs Monaten bemühen sich die Studios auf einer einheitlichen Linie darum, die großzügigen Gagenmodelle der Stars zurück zu schrauben. Sie werden sicher nicht einfach damit weitermachen, einerseits Unsummen von Geld zu verlieren und andererseits Mio. an die Schauspieler auszubezahlen", zitiert die New York Times einen Hollywood-Agenten. "In Österreich herrscht Vertragsfreiheit, was die Höhe der Gagen von Schauspielern bei Filmproduktionen betrifft. Die Konsequenz ist ein sehr breit gefächertes Spektrum an unterschiedlichen Regelungen, die hier zum Zug kommen", erläutert Novotny. Die Palette der eingesetzten Möglichkeiten reiche von einem bereits im Vorhinein vereinbarten Gehalt bis hin zu Umsatzbeteiligungen einzelner Schauspieler. "Solche Entscheidungen werden zumeist von Fall zu Fall getroffen und hängen zu einem großen Teil auch von dem individuellen Schauspieler ab, der im Film mitwirkt", merkt Novotny an. Natürlich sei die Gagen-Situation in Hollywood mit derjenigen in Österreich nicht zu vergleichen. "In unseren Breiten bewegen sich die Schauspielergagen in wesentlich kleineren Dimensionen", so Novotny abschließend. (Ende)
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