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pte20090402042 Medien/Kommunikation, Produkte/Innovationen
Calibre: Lesesoftware für eBooks auf dem PC
Wettrennen um beste Plattform für elektronische Bücher
Wien (pte042/02.04.2009/13:55) - Seit kurzem ist mit dem Sony-Reader das erste Lesegerät für elektronische Bücher auf dem heimischen Markt erhältlich (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090311026/) . User, denen die Kosten für das eBook-Lesegerät jedoch zu hoch sind, bieten sich noch andere Möglichkeiten. Die kostenlose Open-Source-Software Calibre http://calibre.kovidgoyal.net beispielsweise ermöglicht es, die elektronischen Bücher auf dem Computer oder auf Netbooks zu lesen. Für Besitzer eines iPhones oder iPod touch steht die Applikation Stanza zur Verfügung, die über den App Store bezogen werden kann. Laufend werden zudem weitere Anwendungen angekündigt, die eBooks auf verschiedenen Endgeräten lesbar machen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090326003/). Calibre ist ein Bibliotheksmanagementprogramm und erleichtert den Umgang mit den digitalen Dateien. Neben der Verwaltung und Anzeige der Werke übernimmt die Applikation auch die Synchronisation mit einem eventuell vorhandenen eBook-Reader. Somit sind sowohl PC als auch portables Lesegerät stets auf demselben Datenstand. Der Anwender kann die eBooks darüber hinaus mit Zusatzinformationen und Metadaten versehen. Die Suchfunktion durchforstet schließlich auch diese Angaben. Die Software funktioniert plattformübergreifend mit Windows, MacOS sowie Linux. Calibre verfügt des weiteren über einen integrierten Webserver. Der User kann somit von jedem Browser auf seine eigene eBook-Kollektion zugreifen. Der aktuelle Boom bei eBooks treibt die Branche an. Vor allem LCD-Hersteller versprechen sich einen Auftragsschub aufgrund der steigenden Nachfrage nach eBook-Readern. Damit einher soll auch ein Preisrückgang für die Reader-Hardware gehen. Während günstige Netbooks bereits für unter 200 Euro zu haben sind, schlagen sich die Reader mit einem deutlich höheren Preis zu Buche. Amazons Kindle kostet 359 Dollar, für Sonys hierzulande verfügbaren Reader muss der Käufer 299 Euro bezahlen. Ein Preisverfall könnte die Absatzzahlen deutlich erhöhen. Die Marktforscher von iSuppli geben sich für die LCD-Produzenten bereits sehr zuversichtlich. Für 2012 sollen die Erlöse auf 291 Mio. Dollar steigen. Gegenüber 2007 sei dies eine jährliche Wachstumsrate von 143 Prozent. Entscheidend für den Erfolg der Reader wird neben dem Preis allerdings auch die Tatsache sein, wie schnell die Mobilfunkbranche auf den Trend reagieren und aufspringen kann. Erste Angebote mit Büchern in einer für Handydisplays optimierten Form gibt es bereits (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/081004004/). Für den Reader spricht allerdings derzeit das große Display sowie der geringe Stromverbrauch. Dadurch, dass das Display lediglich beim Umblättern Strom aufnimmt, reicht eine Volladung beim Sony-Reader für einige Tausend Seiten Lesevergnügen. Zudem präsentiert sich das Gerät im pressetext-Test als sehr handlich, die Schrift ist angenehm lesbar und kann auf die gewünschte Größe eingestellt werden. (Ende)
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