|
VORSCHAU
Sponsored Links
PRESSETERMINE
Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse (S6)
09.02.2012 00:00 AKTUELLES PRESSEFOTO
IR Nachrichten
06.02.2012 17:40
Open Market TV AG
03.02.2012 14:15
Schlumberger AG
03.02.2012 14:05
S&T System Integration & Technology Distribution AG
EUROPA NACHRICHTEN
MEDIEN
Do, 09.02.2012
pte20090317021 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
"US-Zeitungssterben kein Vorbote für Deutschland"
Seattle Post-Intelligencer wird als reine Online-Ausgabe weitergeführt
Seattle (pte021/17.03.2009/11:45) - Die Krise am US-amerikanischen Zeitungsmarkt fordert ihr nächstes Opfer. Der Seattle Post-Intelligencer http://www.seattlepi.com , eine Tageszeitung mit 146-jähriger Tradition, wird heute, Dienstag, das letzte Mal in Druckform erscheinen. Wie der Eigentümer des Blattes, die Hearst Corporation http://www.hearst.com , wissen lässt, soll die Zeitung ab morgen nur mehr als "rein digitales Nachrichtenprodukt" weitergeführt werden. Von den bisher beschäftigten 165 Mitarbeitern werden nur 20 für die Redaktion der Online-Ausgabe übernommen. Begründet wird dieser drastische Schritt mit hohen Verlusten von 14 Mio. Dollar, die die Zeitung allein im vergangenen Jahr hinnehmen musste. "Die Entscheidung, die Druckproduktion der Zeitung zu stoppen, ist uns überaus schwer gefallen. Unser Ziel ist es nun, unseren Webauftritt in das führende Nachrichten- und Informationsportal der Region zu verwandeln", schreibt Frank A. Bennack, Vice Chairman und CEO der Hearst Corporation, in einem offiziellen Statement. "Das gegenwärtig zu beobachtende Zeitungssterben in den USA ist schlimm, aber kein Vorbote für die weitere Entwicklung der Branche in Deutschland", stellt Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) http://www.djv.de , auf Anfrage von pressetext fest. Die deutsche Zeitungslandschaft unterscheide sich fundamental von der US-amerikanischen. "Die Situation hierzulande stellt sich zum Glück anders dar als in den Vereinigten Staaten. Die Zeitung genießt hierzulande als Nachrichtenmedium nach wie vor eine sehr große Akzeptanz", erläutert Zörner. Nichtsdestotrotz hätte auch die heimische Zeitungslandschaft mit rückläufigen Auflagen- und Werbeeinnahmen zu kämpfen. Dies seien dem DJV-Sprecher zufolge aber keine neuen Phänomene. "Diese Entwicklung ist bereits seit einigen Jahren zu beobachten", betont Zörner. Dass das allgemein schwache Wirtschaftsumfeld und der damit zusammenhängende Rückgang im Anzeigengeschäft das US-Zeitungswesen zunehmend in finanzielle Probleme stürze, sei keine große Überraschung. "Wenn der Anzeigenverkauf so deutlich einbricht, wie es sich derzeit offenbar in den USA darstellt, wird die Produktion eines Druckwerks für die Verlage immer schwieriger", erklärt Zörner. Der Entscheidung der Hearst Corporation, den Seattle Post-Intelligencer künftig als reine Online-Publikation weiterzuführen, steht der DJV-Sprecher allerdings eher skeptisch gegenüber. "Allein mit einer Online-Präsenz lässt sich bislang noch weitgehend kein Geld verdienen", meint Zörner. Die geplante drastische Mitarbeiterreduktion habe sicherlich auch entsprechende Auswirkungen auf die inhaltliche Qualität des journalistischen Endprodukts. "Bei einer Personalkürzung von 165 auf 20 Mitarbeiter ist mit qualitativen Einschränkungen zu rechnen. Die wenigen übrig gebliebenen Mitarbeiter werden wohl kaum noch so viel Zeit für Recherche und Qualitätskontrolle haben wie die alte Print-Redaktion", so Zörner abschließend. (Ende)
PRESSETEXT.TV
BauProfi QUESTER setzt auf Nachhaltigkeit 02.02.2012 MONSTER JOBCORNER
FOCUSTHEMA
SPECIALS
Werbung
middleAdvertising
|