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pte20090316020 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Europas Buchmarkt im Aufschwung
Verkäufe steigen trotz globaler Wirtschaftskrise
Paris/Wiesbaden (pte020/16.03.2009/11:10) - Der europäische Buchhandel trotzt der Wirtschaftskrise und strotzt vor Gesundheit. Während andere Mediensegmente bereits ordentlich ins Straucheln geraten sind, befinden sich die Buchverkäufe im Wachstum. Das sei eine erfreuliche Nachricht, so André Breedt von Nielsen BookScan gegenüber der New York Times. "Die Leute haben gelesen und sie werden weiterhin lesen, egal was passiert." In Frankreich beispielsweise kletterten die Buchverkäufe im Dezember um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, im Januar erzielte die Branche laut Erhebungen von Livres Hebdo http://www.livreshebdo.fr ein Plus von 2,4 Prozent. Ähnlich ist die Situation in Deutschland. Nach aktuellen Zahlen des Börsenverein des Deutschen Buchhandels http://www.boersenverein.de sind auch hierzulande die Verkaufszahlen in den vergangenen Monaten gestiegen. "In den ersten zwei Monaten dieses Jahres hatten wir im Buchhandel - inklusive dem E-Commerce-Bereich - ein Plus von 1,8 Prozent", bestätigt Claudia Paul, Pressereferentin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gegenüber pressetext. Angesichts der Wirtschaftskrise sei die Entwicklung vorab schwer einschätzbar gewesen und das Wachstum umso erfreulicher. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind laut einer Pressemitteilung des Verbandes anlässlich der Leipziger Buchmesse ebenfalls positiv. Knapp ein Drittel der deutschen Buchhändler gehe für das nächste halbe Jahr von einer guten bis sehr guten Umsatzentwicklung aus. Wie die New York Times berichtet, sprechen Analysten auch in zahlreichen anderen Ländern Europas von einem Aufwärtstrend im Buchhandel. Entgegen diesem Trend zeigten sich die Buchverkäufe in den USA, aber auch in Großbritannien etwas weniger stabil. In beiden Ländern gingen die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr um rund ein Prozent zurück. In den USA setzte sich dieser leichte Abwärtstrend auch in den ersten zehn Wochen dieses Jahres fort. Dennoch steigen auch diese englischsprachigen Buchmärkte im Vergleich zu anderen Branchen deutlich besser aus. Für die Verlage und Analysten lässt sich die insgesamt positive Entwicklung auf eine Reihe verschiedener Ursachen zurückführen. So seien Bücher in der Regel zum Beispiel nicht besonders teuer. Außerdem hätten viele Menschen, die nun vielleicht arbeitslos geworden sind, schlichtweg mehr Zeit und Lesen diene nicht zuletzt auch der Realitätsflucht. "Wenn man all diese schlimmen Nachrichten in den Zeitungen liest, kann einen ein Klassiker von Charles Dickens direkt davon ablenken", meint etwa Helen Fraser, Managing Director von Penguin Books in London. (Ende)
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