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pte20090311010 Medizin/Wellness
Nanotechnologie ermöglicht gezielte Zerstörung von Krebszellen
Gene werden in Nanopartikel gehüllt eingeschleust

London (pte010/11.03.2009/10:00) - Wissenschaftler der School of Pharmacy http://www.pharmacy.ac.uk haben erstmals Nanotechnologie für die Zerstörung von Krebszellen mittels einer sehr zielgerichteten Einheit von den Tumor zerstörenden Genen eingesetzt. Dieses Verfahren, das die gesunden Zellen nicht beeinträchtigt, könnte Hoffnung für schwer behandelbare Krebspatienten bedeuten, die nicht operiert werden können. Bisher wurden Tests nur an Mäusen durchgeführt. Das Team um Andreas Schatzlein hofft jedoch innerhalb von zwei Jahren auch Tests mit Patienten durchführen zu können. Details der Studie wurden online in dem Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org veröffentlicht.

Die Gene wurden in mikroskopischen Nanopartikel gehüllt, die 80.000 Mal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie wurden von den Krebszellen aber nicht von den benachbarten gesunden Zellen aufgenommen. Im Inneren der Zellen stimulierten die Gene die Produktion eines Proteins, das den Krebs zerstört. Nützlich könnte das neue Verfahren vor allem bei Krebserkrankungen sein, die aufgrund ihrer Nähe zu lebenswichtigen Organen nicht operiert werden können. Die Behandlung von Krebserkrankungen, die sich ausgebreitet haben, sollte laut den Wissenschaftlern eines Tages auch möglich werden.

Schatzlein erklärte, dass die Gentherapie über ein großes Potenzial für sichere und wirksame Verfahren zur Krebsbehandlung verfüge. Das Einbringen der Gene in die Krebszellen bleibe jedoch eine der großen Herausforderungen dieses Bereichs. Jetzt sei es erstmals gelungen mit Nanopartikeln auf Tumore derart selektiv abzuzielen. "Sind die Gene erst einmal im Inneren der Zelle erkennen sie die kanzeröse Umgebung und werden aktiv. Es kommt zu toxische Reaktionen, die allerdings nur die entscheidenden Zellen angreifen." Bei der traditionellen Chemotherapie werden Zellen in bestimmten Bereichen ohne Unterscheidung abgetötet. Die Folge sind Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Haarausfall oder Übelkeit.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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