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pte20090309028 Kultur/Lifestyle, Bildung/Karriere
Alte Menschen haben Gefühle besser im Griff
Junge lassen sich von Emotionen leichter verwirren
Atlanta (pte028/09.03.2009/13:50) - Senioren werden durch starke Gefühle weniger irritiert als junge Menschen. Das berichten Psychologen vom Georgia Institute of Technology http://www.psychology.gatech.edu . In mehreren Experimenten, in denen die Forscher Versuchspersonen verschiedenen Alters mit negativen Emotionen und einem Gedächtnistest konfrontierten, zeigten die alten Menschen kaum Leistungsabfall, ganz im Gegensatz zu ihren jüngeren Kollegen. "Wir konnten somit nachweisen, dass sich die Altersgruppen unterschiedlich schwer dabei tun, ihre Emotionen zu kontrollieren", so Studienleiterin Fredda Blanchard-Fields in der Fachzeitschrift Psychology and Aging. Die Forscher untersuchten 72 Personen im Alter zwischen 20 und 30 sowie eine gleich große Gruppe zwischen 60 und 75. Man setzte die Teilnehmer vor ein zweiminütiges Video, das starke Emotionen auslösen sollte. Es zeigte eine Frau, die gegen gute Bezahlung ekelerregende Gegenstände verspeiste. Vor und nach dem Video spielten die Probanden ein Computerspiel, bei dem es um die Erinnerung ging. So sollten bei Zahlenreihen am Bildschirm angegeben werden, ob die gezeigte Zahl zwischen null und neun zwei Zahlen zuvor bereits gezeigt worden war oder nicht. Zwar führte der Lerneffekt dazu, dass beim zweiten Spiel nach dem Videoclip alle Versuchsteilnehmer bessere Leistungen brachten als zuvor. Das Erinnerungsvermögen der jungen Erwachsenen steigerte sich jedoch bedeutend weniger als das der Alten. "Die Senioren waren so erfolgreich im Umgang mit negativen Erfahrungen, dass sie keinen Leistungsnachlass verzeichneten, was wirklich positiv ist", so Blanchard-Fields. Negative Emotionen seien giftig für die Psyche und schädigten deren Gleichgewicht. "Die Fähigkeit alter Menschen, stark negative Emotionen abzuschwächen, erhöht daher ihre Lebensqualität", betont die US-Forscherin. Junge Menschen brauchen hingegen mehr Ressourcen, um nicht gewollte Gedanken zu verhindern, was ihre Leistungsfähigkeit einschränkt. Aktuelle neurologische Studien haben bereits gezeigt, dass es alten Menschen aufgrund ihrer Lebenserfahrung leichter fällt, negative Bilder zu verdrängen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090109022/ ). Die Großhirnrinde, in der die Gefühlskontrolle geschieht, ist demzufolge nach negativen Emotionen bei Senioren aktiver als bei jungen Menschen. (Ende)
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