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Sa, 11.02.2012
pte20090126018 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Hollywood: Piraterie-Kampf bremst "Oscar"-Fieber
23 der 26 nominierten Filme in DVD-Qualität online
Los Angeles (pte018/26.01.2009/13:49) - Hollywood ist im "Oscar"-Fieber. Während die kürzlich offiziell bekannt gegebenen Nominierungen für die 81. Academy Awards http://www.oscars.org die Spekulationen über die Favoritenrolle beim wichtigsten Filmpreis der Welt weiter angeheizt haben, kämpft die Filmwirtschaft vor allem mit der zunehmenden Online-Piraterie. Wie der unabhängige US-Journalist und Programmierer Andy Baio auf seiner Webseite Waxy.org http://waxy.org zeigt, lässt sich die Problematik anhand der Oscar-Preisverleihung besonders gut verdeutlichen. "Von 26 Filmen, die in diesem Jahr nominiert sind, sind gegenwärtig bereits unglaubliche 23 in DVD-Qualität im Internet zu finden, die entweder illegal von den Jurymitgliedern ausgehändigten Spezialfassungen oder Verkaufs-DVDs angefertigt worden sind", stellt Baio fest. Dies sei der höchste Wert seit sechs Jahren. "Das Problem der Online-Piraterie verschärft sich für die Filmwirtschaft zusehends", bestätigt Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) http://www.vap.cc , auf Anfrage von pressetext. Ausschlaggebend hierfür sei vor allem der zunehmende Konkurrenzdruck unter den sogenannten "Release Gruppen". "Diese Gruppen wetteifern gegenseitig darum, wer als erstes eine Bildquelle eines neuen Kinofilms ins Web stellen kann. Die Tonspur ist zu diesem Zeitpunkt zumeist noch nebensächlich und wird erst später ergänzt", erklärt Göschl. In 80 bis 90 Prozent der Fälle würden diese ersten Raubkopien einfach mit einem Camcorder direkt im Kinosaal angefertigt. "Der Qualitätsunterschied zu dem legal erhältlichen Material ist dabei enorm und stellt ein wesentliches Argument dar, warum sich viele Nutzer gegen das Herunterladen solcher illegalen Kopien entscheiden", merkt Göschl an. Das sei allerdings nur bei den ersten Versionen so, spätere würden oft bereits über DVD-Qualität verfügen. "Bei den Oscars ergibt sich zudem noch das Problem, dass die nominierten Filme in Form sogenannter 'Screeners' an ausgewählte Journalisten und Jury-Mitglieder der Academy verteilt werden", erläutert Göschl. Diese Vorab-DVD-Fassungen würden ein zusätzliches Sicherheitsrisiko für illegale Veröffentlichungen darstellen. "Sehr oft befindet sich in der Verbreitungskette eine Lücke durch die das urheberrechtlich geschützte Filmmaterial in die falschen Hände kommen kann. Der eigentliche Empfänger des 'Screeners' bekommt von diesem Vorgehen dabei in der Regel nichts mit", schildert Göschl. Die von diesen speziellen Vorab-Versionen erstellten Raubkopien würden dann eine wesentlich höhere Qualität aufweisen als die Camcorder-Aufzeichnungen. "Die Filmindustrie muss Piraterie auf allen Ebenen bekämpfen. Jedes Mitglied in der Produktionskette muss sich dieses Problems bewusst sein und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen treffen, um eine illegale Vervielfältigung verhindern zu können", so Göschl abschließend. (Ende)
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