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Mo, 13.02.2012
pte20090119004 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
Suchmaschine bietet Plattform für unbekannte Internetseiten
Shmoogle lässt den Zufall entscheiden
München (pte004/19.01.2009/06:10) - Ursprünglich ein Kunstprojekt, hat die Computerwissenschaftlerin Tsila Hassine die Suchmaschine Shmoogle http://www.shmoogle.org erschaffen, die auch relativ unbekannten Internetseiten die Chance gibt, in der Suchergebnis-Liste ganz oben zu landen. Shmoogle reiht die Treffer nicht streng hierarchisch, so wie andere Suchmaschinen, sondern lässt den Zufall entscheiden. "Einige wenige Seiten bekommen über die Streuung bei Suchmaschinen den meisten Traffic - Shmoogle dagegen bietet den Nutzern einen breiten Überblick, was das Internet in seiner Gesamtheit anzubieten hat", erklärt die Künstlerin gegenüber dem Focus die Motivation des Projekts. Wenn man in Shmoogle einen Suchbegriff eingibt, läuft zunächst eine konventionelle Google-Suche, die jedoch dann durch Shmoogle auseinander gerissen und nach dem Zufallsprinzip angezeigt wird. Bei Google-Suchanfragen entsteht die Reihung dadurch, dass Anzahl und Relevanz der eingehenden Links einer Webseite bewertet werden, um ihren Platz in den Suchergebnissen festzulegen. Je mehr Seiten also auf einen Treffer verweisen, desto höher klettert dieser in der Ergebnis-Hierarchie nach oben. Das führt jedoch dazu, dass genau jene Seiten ganz oben landen, die ohnehin schon sehr vielen Leuten bekannt sind. Neues lässt sich dadurch also kaum entdecken. Shmoogle sei daher eine gute Ergänzung für eine Google-Suche, meint Hassine. "Ich glaube, dass Shmoogle der Freund von Google ist. Es macht Google einfach kompletter", sagt Hassine. Die Freundschaft war zunächst allerdings nur sehr einseitig. Nach dem Shmoogle-Start im Jahr 2004 hat Google das Projekt im Jahr 2005 für einige Zeit geblockt. Seitdem ist das Service jedoch wieder abrufbar. Die Tatsache, dass fast nur die ersten Treffer einer Google-Suche Beachtung finden, ist den Suchmaschinenbetreibern bewusst. Google hat in einer eigenen Studie nachgewiesen, dass schon nach der vierten Trefferposition fast jeder Fünfte den weiteren Suchergebnissen keine Beachtung mehr schenkt. (Ende)
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