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Fr, 10.02.2012
pte20081218038 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Filmwirtschaft beklagt Einbruch an den Kinokassen
Knapp 15 Mio. Besucher sind schlechtestes Ergebnis seit vier Jahren
Wien (pte038/18.12.2008/16:19) - Die heimische Kinobranche erlebte im vergangenen Jahr neuerlich einen deutlichen Rückschlag. Lediglich knapp 15 Mio. Besucher fanden 2007 den Weg in die österreichischen Kinosäle, das entspricht einem Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und markiert das schlechteste Ergebnis der letzten vier Jahre. Dies geht aus dem heute, Donnerstag, veröffentlichten Jahresbericht des Österreichischen Filminstituts http://www.filminstitut.at hervor. Demnach sind die Umsätze an den Kinokassen trotz eines auffälligen Anstiegs der durchschnittlichen Kartenpreise deutlich eingebrochen und liegen nun mit 105,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Jahres 2005. "Für die österreichische Filmwirtschaft war 2007 ein eher durchwachsenes Jahr mit schönen Erfolgen auf renommierten Filmfestivals wie Cannes und Berlin. Die nationalen Besucherzahlen hingegen stagnieren", fasst Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts, zusammen. "Die Kinobranche kämpft bereits seit geraumer Zeit mit zurückgehenden Besucherzahlen. Diese rückläufige Entwicklung wird von uns bereits seit vier Jahren beobachtet", erklärt Angelika Teuschl, Mitarbeiterin im Bereich Publikationen und Statistik am Österreichischen Filminstitut, auf Anfrage von pressetext. Ausschlaggebend für diese negative Entwicklung sei vermutlich eine Kombination mehrerer unterschiedlicher Faktoren. "In diesem Zusammenhang sind verschiedene Aspekte wichtig. Zu nennen sind hier sicherlich das schwierige Wirtschaftsumfeld, die Veränderungen im Freizeitverhalten der Nutzer oder die wachsende Konkurrenz durch neue Medien wie das Internet", erläutert Teuschl. Die Entwicklung am Kinosektor sei aber nicht ausschließlich nur von der konjunkturellen Situation abhängig, sondern basiere auch sehr stark auf dem jeweiligen Filmangebot. "Neben der allgemeinen Wirtschaftlage entscheidet vor allem die Qualität des vorhandenen Angebots darüber, ob die Kinosäle voll werden oder nicht", meint Teuschl. Auch auf Europaebne ging die Anzahl der Kinobesuche in den 27 EU-Mitgliedsstaaten 2007 um 1,3 Prozent auf 919 Mio. zurück. Außereuropäische Produktionen machten dabei 49 Prozent aller Filme aus, erreichten aber 79 Prozent aller Besucher. Den europäischen Filmen bleibt nur ein bescheidener Besucheranteil von 21 Prozent. "Die rückläufigen Besucherzahlen bedeuten nicht, dass das Kino als Freizeitbeschäftigung nicht mehr attraktiv ist. Für den Großteil der Menschen ist es immer noch ein besonderes soziales Erlebnis. Kinogeher nehmen sich bewusst eine Auszeit vom Alltag, um mit Freunden oder Bekannten Filme in der Gemeinschaft zu erleben", so Teuschl. Laut Filmwirtschaftsbericht war das Jahr 2007 neben dem Umsatzeinbruch an den Kinokassen vor allem auch von zahlreichen Bemühungen geprägt, deutlich mehr Geld für die heimische Filmförderung verfügbar zu machen. "Dies ist nur zum Teil gelungen, aber der Weg wurde durch eine erste und wichtige Erhöhung der Bundesmittel des Filminstituts zumindest eingeschlagen", resümiert Institutsdirektor Teichmann. Die allgemeinen Kennzahlen ließen erkennen, dass die Bedeutung der Förderung für die Branche in Zukunft noch weiter wachsen werde. Insgesamt standen den neuen heimischen Förderstellen, die Film unter kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten fördern, knapp 40 Mio. Euro zur Verfügung. Das entspricht einem leichten Zugewinn von 37,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Weitere Pressefotos zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=2522 zum Download. (Ende)
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