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Sa, 26.05.2012
pte20081217009 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Digitale Musik: Amazon MP3 deutlich hinter iTunes
DRM-Verzicht soll 2009 rund 208 Mio. Downloads bringen
Denver (pte009/17.12.2008/11:30) - Etwas mehr als ein Jahr nach dem offiziellen Start in den USA hat sich Amazon MP3, der Online-Musik-Dienst des Internet-Handelsunternehmens Amazon http://www.amazon.com , erfolgreich als Nummer zwei am weltweiten Markt für digitale Musikdownloads positioniert. Trotz der überaus positiven Entwicklung ist der Abstand zum derzeitigen Marktführer, dem iTunes Store von Apple, aber immer noch enorm. "Amazon wird in diesem Jahr insgesamt geschätzte 130 Mio. Einzeltracks verkaufen, ein eher kläglicher Wert im Vergleich zu iTunes, das im selben Zeitraum an die 2,4 Mrd. Songs umsetzen wird", rechnet Gene Munster, Analyst der US-Investmentbank Piper Jaffray http://www.piperjaffray.com , in einem Bericht der Washington Post vor. Aufgrund des DRM-Verzichts und einiger anderer Faktoren werde der Musik-Service von Amazon aber voraussichtlich 2009 weiter stark wachsen und rund 208 Mio. Downloads generieren, so die Analystenprognose. "Der Musik-Dienst von Amazon konnte zwar im Laufe des vergangenen Jahres beständig wachsen, insgesamt gesehen bleibt die Marktaufteilung im Bereich der digitalen Downloads aber nahezu unverändert", stellt Russ Crupnick, Marktforscher der NPD Group http://www.npd.com , fest. Dieser liege für Amazon MP3 derzeit bei rund acht Prozent. Um weiter wachsen zu können, müsse sich der Online-Händler vor allem etwas einfallen lassen, um am heiß umkämpften digitalen Musikmarkt neue Kunden anlocken zu können. "In diesem Bereich wird es zunehmend schwieriger, neue User zu gewinnen. Das liegt zum Teil sicherlich daran, dass auf dem digitalen Musiksektor mittlerweile eine gewisse Sättigung auf Nutzerseite stattgefunden hat", meint Crupnick. Amazon sollte deshalb vor allem auch verstärkt im Revier von iTunes auf Kundenfang gehen. "Es ist sicher eine der größten Herausforderungen für Amazon, Nutzer zu überreden, aus dem iTunes-Ökosystem auszubrechen und zum eigenen Service zu wechseln", merkt Crupnick an. Dass der Abstand zwischen Amazon MP3 und iTunes immer noch derart groß ausfällt, ist laut Expertenmeinung auch auf den Umstand zurückzuführen, dass der Apple-Service gegenwärtig bereits in mehr als 20 Ländern der Welt zur Verfügung steht. Die Amazon-Konkurrenz ist hingegen derzeit lediglich in den USA und seit kurzem auch in Großbritannien nutzbar (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081204022). Darüber, ob und wann Amazon MP3 auch in anderen Ländern verfügbar sein wird, hält sich der Online-Händler aber noch bedeckt. "Amazon hatte Anfang des Jahres bekanntgegeben, 2008 die internationale Expansion von DRM-freiem digitalen MP3-Musik-Shop zu starten. Wann der MP3-Shop auf den verschiedenen Websites eingeführt wird, steht bislang noch nicht fest", heißt es von Unternehmensseite auf Anfrage von pressetext. Die Etablierung eines starken Konkurrenten zu dem deutlichen Marktführer iTunes ist schon seit geraumer Zeit ein wesentliches Anliegen der Musikindustrie. Sie verbindet mit DRM-freien Musikdiensten wie Amazon MP3 in erster Linie die Hoffnung, den digitalen Musikmarkt durch das Gewinnen neuer Kundenschichten erweitern zu können. Einer aktuellen NPD-Group-Untersuchung zufolge ist der Amazon-Service nämlich sehr stark bei älteren Nutzergruppen gefragt, während iTunes vorwiegend bei jungen Menschen punkten kann. (Ende)
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