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Sa, 26.05.2012
pte20081206004 Computer/Telekommunikation, Auto/Verkehr
Kameras halten Boot-Raser in Venedig in Schach
Beobachtungsstationen überwachen Verkehr auf dem Canal Grande
Venedig (pte004/06.12.2008/06:15) - Die auf digitale Netzwerkdienste spezialisierte Engineeringfirma Ecotema http://www.ecotema.co.it mit Sitz in Fabbrico bei Reggio Emilia hat ein Monitoringsystem zur Überwachung des Bootsverkehrs in Venedig entwickelt. Mit dem Automatic & Remote GranCanal Observation System (kurz: "Argos") http://www.argos.venezia.it werden Überschreitungen der vorgeschriebenenen Höchstgeschwindigkeit auf dem Canal Grande ermittelt und in Realzeit an die kommunale Verkehrspolizei weitergeleitet. Bisher hat sich gezeigt, dass die zur Vermeidung von hohem Wellengang und zum Schutz der städtischen Bausubstanz vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde kaum beachtet wird. Das soll jetzt anders werden. "Argos besteht aus einem Netz von 14 Beobachtungsstationen mit jeweils drei Festkameras und einer drehbaren Filmkamera, die beinahe auf die gesamte Kanallänge von vier Kilometern verteilt sind", erklärt Firmenchef Luigi Tambolini. "Es handelt sich um Kameras der neuesten Generation, die eine Auflösung von einem Megapixel haben und zehn Aufnahmen pro Sekunde machen." Die drehbaren Kameras dienen dazu, bei der "Verfolgung" der Verkehrssünder den Bootstyp und das amtliche Kennzeichen festzuhalten. Jedes Foto wird über einen Zentralrechner mit einer grafischen Kennzeichnung und der gemessenen Fahrgeschwindigkeit des Bootes versehen. Als vollständige Datenpakete werden sie auf die Handys der über ein Drahtlos-Netzwerk in Verbindung stehenden Verkehrsbeamten verteilt. Verkehrssünder riskieren eine Geldstrafe zwischen 50 und 100 Euro bis hin zur Beschlagnahmung des Bootes. "Noch abschreckender ist jedoch die Tatsache, dass sie auf frischer Tat ertappt mit einem roten Punkt markiert für jedermann sichtbar auf der Webseite von Argos landen", meint Vizebürgermeister Michele Vianello. Das habe sich beim Meinungsaustausch im Diskussionsforum und auf den Blog-Seiten bestätigt. Zur Einsatzreife gebracht wurde das System in Zusammenarbeit mit der Universität La Sapienza in Rom unter Leitung des Informatikexperten Luca Iocchi. "Wir haben die gleichen optischen Instrumente und Systeme künstlicher Intelligenz wie bei unserem Fußballroboter verwendet", erläutert der italienische Ingenieur. "Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass scheinbar unnötige oder seltsame Erfindungen letztendlich zu einer praktischen Nutzanwendung führen können." (Ende)
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