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Mi, 08.02.2012
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pte20081203002 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness
AIDS-Projekt verschickt täglich eine Mio. SMS
Kampagne setzt auf starken südafrikanischen Mobilfunkmarkt
Die südafrikanische Bevölkerung erhält per SMS AIDS-Aufklärung (Foto: pixelio.de, knipseline)
Die südafrikanische Bevölkerung erhält per SMS AIDS-Aufklärung (Foto: pixelio.de, knipseline)

Pretoria (pte002/03.12.2008/06:05) - Während europäische Spitzenpolitiker anlässlich des Welt-Aids-Tages am Montag vor einem zu sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit hierzulande warnten, ist in Südafrika eine Aufklärungskampagne der etwas anderen Art gestartet. Im Rahmen des sogenannten "Project Masiluleke" werden ein ganzes Jahr lang jeden Tag eine Mio. SMS-Nachrichten an die insgesamt rund 43 Mio. Handy-Besitzer des Landes verschickt. Ziel der aufwendigen Aktion ist die Bewusstseinsbildung in Anbetracht der in dieser Region besonders stark ausgeprägten HIV-Infektionsgefahr. "Südafrika ist das Epizentrum der globalen HIV-Epidemie", erklärt die südafrikanische HIV-Aktivistin Zinhle Thabethe gegenüber CNN. Einer aktuellen Schätzung der Vereinten Nationen http://www.un.org zufolge sind derzeit an die sechs Mio. Menschen in dem Land mit HIV infiziert, wobei im Durchschnitt lediglich einer von zehn auch die entsprechende medizinische Versorgung erhält, die er benötigt.

"Wir sind prinzipiell davon überzeugt, dass jede Art der Präventionskampagne zum Thema AIDS und HIV an sich sinnvoll ist", betont Maritta Teufl-Bruckbauer , Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Salzburg http://www.aidshilfen.at , im Gespräch mit pressetext. Anhand des aktuellen Beispiels zeige sich auch deutlich, wie heute neue Kommunikationstechnologien für sinnvolle Zwecke eingesetzt werden können. "In punkto Gefahrenbewusstsein und -aufklärung ist in Südafrika sicher noch eine große Uninformiertheit innerhalb der Bevölkerung vorhanden. Ob die Aufklärungskampagne in dieser Hinsicht Abhilfe verschaffen kann, hängt aber im Endeffekt davon ab, wie die SMS-Aktion bei den Menschen, die dort leben, ankommt", gibt Teufl zu bedenken. Vom Ansatz her sei das Projekt aber durchaus vielversprechend. "Wenn sich diese Art der Aufklärungsarbeit als erfolgreich erweist, könnte man auch in anderen Ländern über eine ähnliche Vorgehensweise nachdenken", merkt Teufl an.

Dass das Projekt Masiluleke ausgerechnet in Südafrika gestartet ist, erklärt sich aber nicht nur durch das akute Ausmaß der HIV-Infizierten im Land, sondern auch durch seine spezifischen nationalen Gegebenheiten. So gilt Afrika als der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt der Welt. Allein in Südafrika besitzen an die 80 Prozent der Bevölkerung ein eigenes Handy. "Mit unserer Aktion erreichen wir eine nahezu 100-prozentige Reichweite. Während andere Kommunikationsdienste weitgehend fehlen, ist das Mobiltelefon in Südafrika inzwischen zur zentralen Komponente geworden, mit der die Leute Zugriff zu Informationen erhalten", schildert Gustav Praekelt http://www.praekeltfoundation.org , einer der verantwortlichen Projektleiter. Da liege es nur nahe, das Potenzial dieses Kommunikationskanals auch für sinnvolle Zwecke wie eine AIDS-Aufklärungskampagne zu nutzen.

Größtes Problem im Zusammenhang mit der Bekämpfung von AIDS sei neben dem zu geringen Gefahrenbewusstsein vor allem die mangelnde Bereitschaft der südafrikanischen Bevölkerung, sich entsprechenden medizinischen Kontrollen zu unterziehen. "Die Leute zu ermutigen, sich testen zu lassen, ist eine ungemein schwierige Herausforderung. Südafrika ist ein Land, in dem AIDS-Kranke immer noch öffentlich stigmatisiert und geächtet werden", stellt Praekelt fest. Im Rahmen des Projekts Masiluleke werde man deshalb jedem interessierten südafrikanischen Bürger die Möglichkeit verschaffen, sich unter Rücksichtnahme auf die eigene Privatsphäre auf eine HIV-Infektion hin testen und gegebenenfalls auch behandeln zu lassen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
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