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pte20081202047 Handel/Dienstleistungen, Medien/Kommunikation
Discounter: Online-Schlacht um Marktanteile
Internet soll rückläufige Nonfood-Umsätze in Filialen kompensieren
Nürnberg (pte047/02.12.2008/16:52) - Lebensmitteldiscounter wie Aldi oder Lidl haben den Kampf um Marktanteile im Internet aufgenommen. Die Einzelhändler erkennen den Online-Boom und nutzen das Web zunehmend für den Direktvertrieb an die Verbraucher. Wie das Medien- und Marktforschungsunternehmen Nielsen Online http://www.nielsen-online.com aufzeigt, werden die Angebote auch vonseiten der Konsumenten deutlich stärker genutzt als bislang. Anhand der Portale versuchen die Discounter Nielsen zufolge eine neue Vertriebsschiene zu erschließen, um in den Filialen rückläufige Umsätze aus dem Nonfood-Bereich aufzufangen. Während sich Aldi auch im Internet als Marktführer etablieren konnte, zieht Konkurrent Lidl mit einem neuen Online-Shop hinterher. "Wir gehen davon aus, dass der Online-Einzelhandel 2008 ein deutliches Wachstum von etwa plus zehn Prozent erreichen wird", prognostiziert Olaf Roik, E-Commerce-Experte beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels http://www.einzelhandel.de , im Gespräch mit pressetext. Der anhaltende Boom sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Zum einen würden Online-Händler zunehmend attraktive Angebote und Warengruppen im Web anbieten. Zudem befinden sich die Zahlen der Internetnutzer und damit der potenziellen Käufer weiterhin im Steigen. "Bereits etablierte Nutzer tendieren außerdem dazu, vergleichsweise mehr Geld online auszugeben als bisher", erklärt der Experte. Der boomende Online-Markt verhilft Shopping-Portalen zu neuen Rekordumsätzen. Allein im Oktober haben rund 27 Mio. deutsche Internetuser zumindest einmal ein derartiges Angebot aufgesucht. Am vergangenen "Black Friday", dem traditionellen Start des US-Weihnachtsgeschäfts, hat der Ansturm der Konsumenten diverse Shopping-Seiten sogar lahm gelegt und massive Geschwindigkeitsprobleme verursacht (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081201014). Von der drohenden Konjunkturflaute oder möglichen Nutzerängsten vor dem Zahlungstransfer im Internet sei hingegen keine Spur. Bei den Discountern zeichnet sich eine ähnlich starke Entwicklung ab wie bei herkömmlichen Online-Shops. Rund 2,6 Mio. Nutzer haben im Oktober die Webseiten des Discount-Marktführers Aldi aufgesucht. Während Lidl mit immerhin 1,9 Mio. Usern den zweiten Platz einnimmt, belegen im Filialbereich etablierte Ketten wie etwa Penny, der Drogeriemarkt dm oder Rewe mit bis zu 80 Prozent niedrigeren Nutzerzahlen nur die hinteren Plätze der Top-Ten. Dabei verfügen die Billig-Läden über beachtliche Zuwachsraten. "Wenngleich der Online-Einzelhandel etwas zurückhaltender wächst als etwa vor zwei bis drei Jahren, ist dennoch eine sehr starke Bewegung und Dynamik im Markt erkennbar", so Roik gegenüber pressetext. Mit plus 83 Prozent hat Schlecker seit Mai den stärksten Nutzerzuwachs verzeichnet und damit gegenüber der Konkurrenz deutlich aufholen können. Norma, Edeka und Netto weisen hingegen rückläufige Besucherzahlen auf. (Ende)
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