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pte20081128024 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
US-Online-Handel hofft auf Weihnachtsgeschäft
Erstmals rückläufige Umsatzentwicklung in den USA
Der Online-Handel setzt auf ein starkes Weihnachtsgeschäft (Foto: pixelio.de, S. Hofschlaeger)
Der Online-Handel setzt auf ein starkes Weihnachtsgeschäft (Foto: pixelio.de, S. Hofschlaeger)

New York (pte024/28.11.2008/13:55) - Der US-amerikanische Online-Handel startet am kommenden Thanksgiving-Wochenende mit großen Hoffnungen in das Weihnachtsgeschäft. Ausgehend von ersten Umsatzeinbußen im Zuge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich viele Händler in diesem Jahr etwas besonderes für die Konsumenten einfallen lassen, um diese zu einem Einkauf zu bewegen. Kostenloser Versand, bessere Finanzierungsoptionen und Preisnachlässe sind nur einige der Beispiele, mit denen Amazon, eBay und Co das Weihnachtsgeschäft weiter vorantreiben wollen. Wie die Los Angeles Times berichtet, sitzt das Geld für Weihnachtseinkäufe bei den US-Bürgern nämlich heute bei weitem nicht mehr so locker wie in vergangenen Jahren. "Mehr als ein Jahrzehnt lang konnten die Internethändler auf ein großes Wachstum zählen, egal in welchem ökonomischen Klima man sich gerade befand. Aber in diesem Jahr besteht im E-Commerce-Sektor die Gefahr, dass zum ersten Mal, seitdem das Web erfunden worden ist, die Umsätze zurückgehen könnten", heißt es in dem Bericht.

"Der Online-Handel machte lange Zeit den Eindruck, als könnte ihm die gegenwärtige Wirtschaftsflaute nichts anhaben. In Wirklichkeit ist er aber nicht immun dagegen", erklärt Ellen Davis, Sprecherin der US-E-Commerce-Vereinigung Shop.org http://www.shop.org . Als Beleg verweist Davis in diesem Zusammenhang auf aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens comScore http://www.comscore.com , die zum ersten Mal eine rückläufige Entwicklung des Online-Handels in den USA bestätigen. Demnach wurden in den ersten 23 Novembertagen 8,2 Mio. Dollar für Einkäufe im Internet ausgegeben. Das entspricht einem Umsatzrückgang von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Der Ausblick war noch nie so negativ wie jetzt. Das ist eine vollkommen neue Herausforderung für den Online-Handel", stellt Andrew Lipsman, Senior Analyst bei comScore, fest. Mit den größten Einbußen im Weihnachtsgeschäft müssten vor allem Anbieter von Luxusgütern wie teuren Uhren und Schmuck rechnen.

Dass der Online-Handel in Deutschland im Vergleich zum US-Markt einen wesentlich positiveren Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft hat, bestätigen aktuelle Zahlen des Branchenverbandes BITKOM http://www.bitkom.org . Demnach planen 10,5 Millionen Deutsche dieses Jahr den Kauf von Weihnachtsgeschenken im Internet. Das ist jeder siebte Einwohner ab 14 Jahren. "In Deutschland hat der Distanzhandel eine sehr lange Tradition. Das klassische Kataloggeschäft wandert im Internetzeitalter ins Web ab", erläutert Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien und E-Dienste beim BITKOM, gegenüber pressetext. Die Vorteile des Online-Shoppings würden klar auf der Hand liegen. "Die Käufer müssen sich nicht durch volle Einkaufspassagen drängeln, sie haben die größtmögliche Auswahl und einen direkten Preisvergleich", fasst Koch zusammen. Außerdem müssten sie sich nicht mit den Waren abschleppen, denn das erledigen Paketdienste. "Die Deutschen wissen diese Vorteile sehr zu schätzen. Im europäischen Vergleich liegen sie nach den aktuellsten Zahlen in der Spitzengruppe. Rund 41 Prozent der Deutschen haben 2007 Waren im Internet bestellt", merkt Koch an.

Im Gegensatz zum heutigen Freitag, dem sogenannten "Black Friday", der in den USA den Start des stationären Handels in das US-Weihnachtsgeschäft markiert, setzt der Online-Handel in dieser Hinsicht vor allem auf den Montag nach Thanksgiving. An diesem Tag findet seit nunmehr drei Jahren der von der National Retail Federation (NRF) http://www.nrf.com ins Leben gerufene "Cyber Monday" statt, der traditionell den umsatzstärksten Tag im US-Online-Geschäftsjahr darstellt. Doch auch die NRF hat ihre Erwartungen bezüglich des kommenden Weihnachtsgeschäfts unlängst zurückschrauben müssen. So rechnet die Vereinigung zwar damit, dass Konsumenten für Weihnachtseinkäufe im stationären und im Internet-Handel insgesamt rund 470,4 Mrd. Dollar ausgeben werden, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies markiert gleichzeitig aber auch das geringste Wachstum seit 2002.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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