pte20081128014 in Business
MySpace-Suizid löst Online-Identitätsdebatte aus
Frau wegen Cyberbullying schuldig befunden
Los Angeles (pte014/28.11.2008/12:00)
Ein Gericht in Los Angeles hat Lori Drew im MySpace-Mobbing-Fall, der ein 13-jähriges Mädchen zum Suizid führte, für schuldig befunden. Die Frau hatte gemeinsam mit ihrer Tochter und einer damals 18-jährigen Freundin ein Profil auf der Online-Plattform angelegt, um sich als Junge auszugeben und die Teenagerin Megan Meier zu demütigen. Bei dem Prozess handelte es sich um den weltweit ersten seiner Art, der einen Fall von Cyberbullying mit Todesfolge behandelte. Das erwartet milde Urteil hat bereits im Vorfeld der Bekanntgabe des Strafmaßes eine Debatte um Identitäten und Anonymität im Internet ausgelöst. Bei Cyberbullying handelt es sich um eine Art des Mobbings, bei der etwa diffamierende Fotos oder Videos bei Web-2.0-Portalen öffentlich eingestellt werden. "In Social Communitys werden manchmal Diskussionsgruppen gegründet, die allein der Lästerei über eine bestimmte Person - sei es nun ein Mitschüler, ein Lehrer oder ein anderer Internet-Teilnehmer - dienen", erklärt Katja Knierim, Leiterin des Projekts Chats & Social Communitys von jugendschutz.net http://www.jugendschutz.net , auf Anfrage von pressetext.
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